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Haben nachhaltige Kapitalanlagen aber überhaupt eine positive Wirkung auf eine nachhaltige Entwicklung?
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Haben nachhaltige Kapitalanlagen aber überhaupt eine positive Wirkung auf eine nachhaltige Entwicklung?

Geldanlage

Nachhaltige Kapitalanlagen: Die Frage der Wirkung

  • Rolf D. Häßler
    vonRolf D. Häßler
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Es braucht eine systematische Messung des Nutzens nachhaltiger Kapitalanlagen.

Zu Risiken und Wirkungen fragen Sie ihre Anlageberater:innen. Wenn ab 2022 die nachhaltigkeitsbezogene Präferenzabfrage verpflichtend wird, müssen Anlageberater:innen ihre Kund:innen aktiv danach fragen, ob diese bei ihrer Kapitalanlage nachhaltigkeitsbezogene Kriterien berücksichtigen wollen. So wie bei der bereits etablierten Frage, wie viel Risiko sie eingehen wollen, können Anleger:innen dann auch festlegen, in welchem Umfang sie im Rahmen ihrer Kapitalanlage beispielsweise zum Klima- und Umweltschutz beitragen wollen. Haben nachhaltige Kapitalanlagen aber überhaupt eine positive Wirkung auf eine nachhaltige Entwicklung?

Wesensmerkmal der nachhaltigen Geldanlage ist ihr doppeltes Wirkungsversprechen, also die Verknüpfung einer marktgerechten Kapitalanlage mit einem positiven Einfluss auf Umwelt und Gesellschaft. In den vergangenen 20 Jahren hat der Markt aber vorrangig darüber diskutiert, ob man auf Rendite verzichten muss, wenn man nachhaltig investiert. Buchstäblich Hunderte wissenschaftliche Studien belegen, dass es keinen solchen Nachteil gibt – zahlreiche Studien sehen nachhaltige Kapitalanlagen sogar im Vorteil.

Wie aber steht es um die zweite Wirkungsdimension – den Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung? Diese Frage hat der Markt, haben auch die Anbieter nachhaltiger Kapitalanlagen lange eher stiefmütterlich behandelt. Mit der Messung des Klima-Fußabdrucks und des Beitrages zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele sind erste Ansätze der Wirkungsmessung etabliert worden, die nun weiter verfeinert und ergänzt werden müssen.

Ansatzpunkte gibt es genug: So kann man beispielsweise beobachten, dass Unternehmen die Anforderungen der nachhaltigen Anleger:innen bei der Weiterentwicklung ihres Nachhaltigkeitsmanagements aktiv aufnehmen. Ihr Kalkül: Je stärker der Zugang zu Eigen- und Fremdkapital davon abhängt, ob man sich im Sinne dieser immer größer werdenden Gruppe von Anleger:innen nachhaltig verhält, desto wichtiger ist es für sie, die entsprechenden Kriterien zu beachten. Und: Je mehr Anleger:innen die Präferenzabfrage mit „ja“ beantworten, desto machtvoller wird dieser Hebel. Was nun noch fehlt, ist eine systematische Messung dieser und vergleichbarer direkter Wirkungen. Hier sind vor allen anderen die Anbieter entsprechender Kapitalanlagen gefordert.

Der Autor ist Geschäftsführer des

Instituts für Nachhaltige Kapital

anlagen (NKI).

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