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Gelingt PR in Krisenzeiten?
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Gelingt PR in Krisenzeiten?

Gastwirtschaft

Das eigene Wissen teilen

PR-Arbeit ist in Zeiten von Corona schwierig – aber möglich. Die Kolumne „Gastwirtschaft“ von Jana Assauer. 

Redaktionen kennen den Umgang mit Krisen gut. Medienwissenschaftler:innen sprechen sogar davon, dass den Medien eine rituelle Funktion bei der Krisenverarbeitung innewohnt: Sie informieren oft als erste über das Geschehen, ordnen es in einen größeren Kontext ein und begleiten den Verlauf bis zum Ende. Erfüllen Medien diese Aufgabe nicht, gibt es gleich einen auf den Deckel, wie der WDR gerade wegen der „viel zu späten“ Berichterstattung zur Flutkatastrophe erleben musste.

Auch PR-Leute in Unternehmen haben meist einen Fahrplan, um mit inneren und äußeren Krisen umzugehen, nutzen letztere sogar zur Profilierung. Autoverleiher Sixt bedient sich beispielsweise für seine Werbung immer wieder gekonnt politischer Krisen. Zurzeit jagt aber eine Krise die nächste und wir stecken in der „Dauer“-Pandemie fest. Eine echte Herausforderung für alle, die von Berufs wegen kommunizieren müssen. Denn wir dringen mit den eigenen Botschaften kaum zu reichweitenstarken Medien durch. Platzieren wir doch einmal ein Thema populär, erhält es häufig nicht die verdiente Aufmerksamkeit.

Jetzt könnten wir schmollend auf die Pandemie oder die „bösen Medien“ schimpfen, die die Wichtigkeit unserer Botschaften einfach nicht sehen wollen. Oder wir suchen auch in der Kommunikation neue Wege, um neue Ergebnisse zu erzielen. Möglichkeiten zur Kommunikation haben wir genug. Und es gibt zahlreiche Menschen, die sich mit Themen außerhalb der klassischen Corona-Berichterstattung beschäftigen möchten. Bei den heiß geführten Diskussionen über das Gender-sternchen und Plagiate in Büchern von Politiker:innen, schütteln viele aber verständnislos den Kopf. Da sie gerade mit ganz anderen Problemen kämpfen, wirken die Debatten wie aus einem Paralleluniversum.

Eine echte Chance durchzudringen, haben wir dann, wenn wir bei eigenen Themen die Lage stets sinnvoll mitdenken, auch wenn wir sie nicht konkret benennen. Aber spannend und nutzbar müssen unsere Botschaften schon sein. Das gilt auch für Kommunikationskanäle wie den eigenen Newsletter oder die Profile in den Sozialen Medien. Aber auch für Communities, in die wir unsere Expertise sinnvoll einbringen können. Denn das eigene Wissen zu teilen ist in Krisenzeiten das Beste, was wir tun können.

Die Autorin, Jana Assauer, unterstützt mit ihrem Montagshappen-Themendienst Experten, Organisationen und Unternehmen dabei, ihr Wissen der Gesellschaft zu vermitteln.

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