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Die Parteien haben viele Ideen wie Familien in Deutschland besser leben können in ihre Wahlprogramme aufgenommen.
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Die Parteien haben viele Ideen wie Familien in Deutschland besser leben können in ihre Wahlprogramme zur Bundestagswahl aufgenommen.

Demokratie in Deutschland

Bundestagswahl: Auch Kinder sollten wählen können

  • Verena Bentele
    VonVerena Bentele
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In wenigen Wochen wird gewählt. Kinder sind von der Bundestagswahl ausgeschlossen. Das ist falsch, denn es geht um ihre Zukunft.

Frankfurt - In wenigen Wochen dürfen die meisten von uns bei der Bundestagswahl 2021 ihre Stimme abgeben für die Kandidatinnen und Kandidaten und die Parteien, die unsere Interessen am besten vertreten. Ich sage bewusst „die meisten“. Denn nicht alle von uns haben eine Stimme.

Kinder und Jugendliche haben keine Stimme. Das haben wir gerade wieder in der Corona-Pandemie gesehen, in der ihre Interessen viel zu wenig beachtet wurden. Ohne ihre Stimmen fehlen uns aber wichtige Perspektiven, gerade bei generationenübergreifenden Themen. Heute werden die entscheidenden Weichen gestellt für das Leben der Jüngeren, egal ob es um Umweltthemen, die Bekämpfung von Kinderarmut oder gerechte Renten geht. Doch sie können bei der Besetzung von Parlamenten nicht mitreden, in denen über ihre Zukunft entschieden wird.

Bundestagswahl 2021: Kinder und Jugendliche haben keine Stimme

Eine Kollegin erzählte mir neulich, dass ihr sechsjähriger Sohn Leon sie fragte: „Mama, warum darf ich nicht wählen?“ Tja, lieber Leon, warum darfst du eigentlich nicht wählen? Gute Frage. Kinder interessieren sich dafür, wie es unserer Erde geht. Sie demonstrieren für ein besseres Klima. Sie setzen sich für Tierschutz ein. Oder dafür, dass es in den Schulen endlich Computer gibt.

Sie wollen mehr Sportplätze. Und sie wollen etwas dafür tun, dass es ihren Großeltern gut geht. Das sind ernstzunehmende und vernünftige Forderungen. Deshalb müssen wir Kindern bei Wahlen endlich eine Stimme geben, die gehört wird. Eine Stimme, die sie für gute Bildung, Klimaschutz, bessere Löhne ihrer Eltern und offene Schwimmbäder abgeben können.

Demokratie sollte von der ersten Klasse an Schulfach werden. Leon und mir würde das gut gefallen. Ehrlich: Wenn Jugendliche in der Schule die Wahlprogramme durchsprechen, können sie oft besser als ihre Eltern erklären, was welche Partei nach der Wahl plant – und welche Partei sie warum wählen würden.Scholz hatte inzwischen in einer Stellungnahme einem Bündnis mit den Linken eine erste Absage erteilt.

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Mehr Demokratie wagen: Letzte Senkung der Altersgrenze zur Bundestagswahl war 1970

Kleiner Exkurs: Als Bundeskanzler Willy Brandt 1970 das Wahlalter von 21 auf 18 Jahre senkte, lief das unter der großen Überschrift „Mehr Demokratie wagen“. Mit Erfolg. Denn allen Unkenrufen zum Trotz führte das bei jungen Leuten nicht zu verantwortungsloser Radikalität. Junge Menschen fühlten sich gestärkt und ernst genommen. Ich bin überzeugt, mit dieser guten Erfahrung im Rücken dürfen wir heute noch mehr Demokratie wagen: für unsere Kinder. (Verena Bentele)

Die Autorin ist Präsidentin des Sozialverbands VDK Deutschland

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