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Gefühlt steht Deutschland vor einem Umbruch.
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Gefühlt steht Deutschland vor einem Umbruch.

Nachhaltig wirtschaften

Budget und Rückhalt

  • Katharina Beitz
    VonKatharina Beitz
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Es ist in Deutschland, abseits von publikumswirksamen Ideen, noch immer zu kompliziert, Unternehmens- oder Produktideen zu verwirklichen, geschweige denn echte Fördermöglichkeiten zu finden.

Der globale Kilmastreik brachte weltweit Millionen Menschen auf die Straße. Das Ergebnis der Bundestagswahl hinzugenommen, stehen wir, zumindest gefühlt, vor einem Umbruch. Noch nie vorher war es auch Unternehmer:innen so bewusst: Etwas muss sich ändern. Diese Änderungen können wir aber nicht nur von der Regierungsbildung abhängig machen.

Denn noch etwas anderes jährte sich kaum wahrnehmbar: Der Tag der Verabschiedung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele in New York vor sechs Jahren. Er ging fast sang- und klanglos an uns vorbei. Als die UN-Staaten in Rio diesen ambitionierten Weltzukunftsvertrag anstießen, war vielen nicht klar, wie wichtig, populär und visionär diese Ratifizierung für das öffentliche Auge und ein innovatives Unternehmertum tatsächlich werden würde und wie sehr wir uns 2021 noch an diesen Zielen stoßen.

Chancengerechtigkeit, Ernährungssicherheit, Städtebau und menschenwürdige Arbeit – die Ziele werfen viele Fragen auf und fordern Antworten: Wie können wir nachhaltig wirtschaften und wachsen? Wie können wir Unternehmen fördern, die nicht nur den größtmöglichen Profit und die schnellste Skalierung planen? Und wie stoßen wir als Unternehmer:innen selbst ein Umdenken in den eigenen Reihen an?

Technologien gepaart mit einer neuen Generation an Ideengeber:innen werden eine große Rolle spielen. Dafür braucht es Budget und vor allem Rückhalt. Hier kommt wieder die Politik ins Spiel. Wir können uns nicht mehr hinter Ideenwettbewerben verstecken und fantastische Lösungen mit einem kleinen Preisgeld und etwas Bühnenprestige abtun. Wir benötigen ein fähiges Digitalministerium, das sich an bestehende Prozesse anderer Ministerien und Ämter andockt und diese vereinfacht, neu denkt, mit ihnen bricht.

Es ist in Deutschland, abseits von publikumswirksamen Ideen, noch immer zu kompliziert, Unternehmens- oder Produktideen zu verwirklichen, geschweige denn echte Fördermöglichkeiten zu finden. Menschen, die keine Seriengründer:innen sind, bleiben abgeschreckt auf ihren Ideen hocken.

In nicht einmal mehr neun Jahren werden wir uns an den Zielen der UN-Agenda messen lassen müssen. Aus der Perspektive von 2021 bleibt uns in Deutschland nur eine Chance, diese Vision noch zu realisieren: Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik und kommunale Kräfte zusammenzubringen. Dazu muss auch die neue Regierung ihren Beitrag leisten.

Die Autorin ist Philosophin, Geschäftsführerin eines Tech-Unternehmens und Host eines Podcast zu digitaler Gerechtigkeit.

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