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Das Bitcoin-Logo. Zur Herstellung von Kryptowährungen wird viel Strom benötigt.
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Das Bitcoin-Logo. Zur Herstellung von Kryptowährungen wird viel Strom benötigt.

Währungen

Bitcoin und Co: Die Zukunft des Geldes ist digital

  • VonKarl-Heinz Land
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Das Spiel mit digitalen Währungen geht weiter.

Es war nur konsequent, was sich das Phantom Satoshi Nakamoto 2008 kurz nach der weltweiten Bankenkrise und dem Zusammenbruch der Lehmann Bank ausgedacht hatte. Eine Währung, die unabhängig von Bankenaufsichten und von staatlicher Regulierung, rein virtuell und digital funktionierte. Möglich wurde dies durch die Erfindung einer neuen Internet-Technologie, der „Blockchain“ (Satz-Kette). Eine Technologie, die es ermöglichte, dass Einträge in verteilten, digitalen Registern nicht mehr manipulierbar und damit korrumpierbar waren.

Die Idee des nur unter seinem Pseudonym Satoshi Nakamoto bekannten Bitcoin-Erfinders war genial. Die Bankenkrise 2008 hatte die deutlichen Schwächen der Finanz- und Banksysteme aufgezeigt. Im Jahr 2015 waren bereits wieder 400 Prozent des weltweites Bruttoinlandsprodukts von 74,8 Billionen Dollar bei den Banken im Umlauf - also knapp 300 Billionen Dollar,

Von der Idee, dass Geld immer physisch vorhanden sein muss, hatten sich die Banken längst verabschiedet. Online-Transaktionen, mobilen Zahlungsverfahren, die Zahlung mit Kredit- und EC-Karte sind weit verbreitet.

Eine Ankündigung der chinesischen Notenbank in der vergangenen Woche, wonach Kryptowährungen nicht verwendet werden sollten, hatte zu dramatischen Kursverlusten der Kryptowährungen geführt. Zuvor hatte Mitte Mai bereits Elon Musk, der umtriebige Tesla-Chef, angekündigt, dass Tesla die Zahlung seiner Autos in Bitcoin nicht mehr akzeptieren würde. Auch damals brachen die Kurs ein. Als Grund nannte Musk die schlechte Umweltbilanz der Kryptowährungen.

Nun scheinen die Höhenflüge der Digitalwährungen gebrochen. Die Marketkapitalisierung aller Kyptowährungen hat in einer Woche fast eine Billion Dollar oder knapp 40 Prozent an Wert verloren. Ist dies das Ende der virtuellen Geldes?

Ich denke Nein, denn: Erstens wird die Zukunft unseres Geldes ganz sicher digital und mobil sein! Zweitens machen digitale Währungen auch aus Umweltgründen sehr viel Sinn. Drittens werden Banken, Finanzsysteme und Regierungen eigene digitale Währungen auf den Markt bringen. Daher ist dies vermutlich nicht die letzte Runde im Spiel der digitalen Währungen. Sie werden zunehmend eine immer wichtigere Rolle spielen. Die Frage ist nur welche?

Karl-Heinz Land ist Autor und Digitalisierungsexperte.

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