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2021 soll das Superjahr für die Umwelt- und Klimapolitik werden.
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2021 soll das Superjahr für die Umwelt- und Klimapolitik werden.

Gastwirtschaft

Auf 2021 kommt es an

  • vonAnna-Katharina Hornidge
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2021 ist das „Superjahr“ der Umwelt- und Klimapolitik. Es stehen mehrere richtungsweisende Entscheidungen an.

Das Jahr 2021 hat keine geringere Aufgabe als zum historischen Wendepunkt der Menschheit zu werden: Covid-19-Bewältigung und Wiederaufbau fallen zusammen mit dem „Superjahr“ der internationalen Umwelt- und Klimapolitik. Diese Chance gilt es zu nutzen.

Momentan unterscheiden sich die Covid-19-Stimulus-Pakete jedoch global massiv bezüglich Finanzvolumina und der an sie gebundenen Umwelt- und Sozialstandards. Laut Internationalem Währungsfonds reichen sie von 9,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes in Hocheinkommensländern bis zu sechs Prozent in Schwellenländern und 1,8 Prozent in Niedrigeinkommensländern. Um sozial und ökologisch nachhaltiges „build forward better“, nach UN-Generalsekretär António Guterres, sicherzustellen, müssen diese Finanzhebel sozialen Ungleichheiten durch die Pandemie entgegenwirken und der Klimakrise vorbeugen.

In vier Verhandlungsarenen der internationalen Umwelt- und Klimapolitik müssen 2021 zentrale Entscheidungen getroffen werden: In den Vertragsstaatenkonferenzen zur biologischen Vielfalt im Mai in China und zur Klimarahmenkonvention im November in Schottland müssen bisherige, teils mangelhafte, Umsetzung evaluiert und ambitionierte neue Ziele beschlossen werden.

In Schottland gilt es, eine international getragene Dekarbonisierungsstrategie bis 2050 zu vereinbaren, die weltweit unsere Wirtschaften und Gesellschaften gravierend verändern wird. Weiter gestützt werden müssen diese Rahmenwerke durch die Verhandlungen im März zur Bekämpfung von Wüstenbildung und einem nachhaltigen Umgang mit dem Ozean und seinen Ressourcen.

Insbesondere von Europa, den USA und China wird in diesen Verhandlungen eine starke Präsenz und Führung erwartet. Der Vorsitz im EU-Rat von Deutschland (2020), Portugal und Slowenien (2021), Italiens G20-Präsidentschaft und Großbritanniens G7-Präsidentschaft (& Deutschland in 2022) flankieren dies. China hat sich durch die Selbstverpflichtung Ende 2020, bis 2060 Kohlenstoffdioxid-neutral zu sein, positioniert. In den USA lässt der Führungswechsel hoffen.

Die Aufgaben des Jahres 2021 sind von historischer Dimension. Die politischen Umstände sind herausfordernd, doch laden zu leichtem Optimismus ein.

Anna-Katharina Hornidge ist Direktorin am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik und Professorin der Universität Bonn.

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