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„Wir stehen vor dramatischen Monaten“: SPD-Chef Klingbeil warnt vor Gas-Krise

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Von: Moritz Serif

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SPD-Parteichef Lars Klingbeil ist in großer Sorge. Die Energiekrise könnte dramatische Folgen für den Arbeitsmarkt haben, wenn Gas rationiert werden müsste.

Berlin - „Ich erwarte, dass sich alle Anwesenden darüber bewusst sind, dass wir eine gemeinsame Verantwortung tragen“, sagte SPD-Parteichef Lars Klingbeil bei ntv. Mit der „konzertierten Aktion“ möchte Kanzler Scholz gegen die Inflation und steigende Preise in Deutschland steuern.

Oberstes Ziel sei es, die Industrie und Arbeitsplätze zu erhalten, sagte Klingbeil, schränkte jedoch ein. „Da finden heute keine Tarifverhandlungen statt, die finden zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern statt.“ Besonders die Gaskrise bereitet dem SPD-Chef Sorgen.

Energiepreise in Deutschland: „Wir stehen vor dramatischen Monaten“

„Wir stehen vor dramatischen Monaten“, sagte Klingbeil. Bürgerinnen und Bürger müssten in der Krise mithelfen. „Wir müssen auch im privaten Bereich sparen.“ Oberstes Ziel sei es, eine Rationierung in der Industrie zu vermeiden. „Das hätte dramatische Folgen für den Arbeitsmarkt“, ergänze der SPD-Chef.

Lars Klingbeil warnt vor den Folgen der Gaskrise (Archivbild).
Lars Klingbeil warnt vor den Folgen der Gaskrise (Archivbild). © Marcus Brandt/dpa/picture alliance

„Es gibt eine Wahrscheinlichkeit, dass Putin nach den Wartungsarbeiten den Gashahn nicht mehr aufdreht“, sagte Klingbeil über die anstehenden Wartungsarbeiten an der Gaspipeline Nord Stream 1. „Man muss bei Putin mit dem Schlimmsten rechnen“, so der SPD-Chef. Aktuell sind die Gasspeicher zu rund 60 Prozent gefüllt. Diese Reserven würden für eine Versorgung über den Winter allerdings nicht ausreichen. (mse)

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