Rente

Fürs Alter vorgesorgt

Laut Regierung hat das Rentenpaket von 2014 bislang mehr als 32 Milliarden Euro gekostet.

Das 2014 von der damaligen Großen Koalition beschlossene Rentenpaket hat bislang bereits mehr als 32 Milliarden Euro gekostet. Das geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage des FDP-Sozialexperten Johannes Vogel hervor. Union und SPD hatten in der vergangenen Legislaturperiode unter anderem die abschlagsfreie Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren eingeführt sowie die Mütterrente ausgeweitet.

Laut Bundesarbeitsministerium sind dadurch Mehrkosten von 4,4 Milliarden Euro im Jahr 2014 entstanden, 2015 waren es neun Milliarden Euro, 2016 und 2017 jeweils 9,3 Milliarden Euro. Ohne die Leistungsausweitungen hätte der Rentenbeitragssatz für die Jahre 2014 bis 2017 den Angaben zufolge 0,6 Prozentpunkte geringer sein können.

FDP-Politiker Vogel warnt vor den geplanten weiteren Leistungsausweitungen bei der Rente. „Die Bundesregierung wirft nun bereits in der zweiten Legislaturperiode das Geld der Bürgerinnen und Bürger mit vollen Hände aus dem Beitragstopf, das bestätigt sie ausdrücklich in ihrer Antwort“, sagte Vogel. 

In den vergangenen Jahren hätte der Beitragssatz zur Rentenversicherung schon um 0,6 Prozentpunkte niedriger liegen können. Und in den drei Jahren bis zum Ende dieser Legislaturperiode könnte der Beitragssatz nochmals um 0,3 Prozentpunkte niedriger liegen. „Ende dieser Legislatur wird der Rentenbeitragssatz damit fast einen ganzen Prozentpunkt höher liegen als ohne das verhängnisvolle Wirken der GroKo“, so Vogel.

Das Rentenpaket verbesserte die Lage bestimmter gesellschaftlicher Gruppen. So konnten Menschen mit Jahrgang 1953 oder älter mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen, wenn sie 45 Jahre gearbeitet hatten. Müttern wurde es ermöglicht, für vor 1992 geborene Kinder ein zusätzliches Erziehungsjahr anerkennen zu lassen. Und für kranke Arbeitnehmer wurden die Regelungen zur Erwerbsminderungsrente verbessert sowie das Reha-Budget aufgestockt. 

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