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Tarifabschluss: Kleine Lösung für Kita-Personal

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Von: Steffen Herrmann

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Gut, dass sich die Tarifparteien endlich geeinigt haben bei den Tarifverhandlungen für Erziehungsberufe. An den großen Problemen ändert das aber wenig.

Die Arbeit in den Kitas ist hart.
Die Arbeit in den Kitas ist hart. © Uwe Anspach/dpa

Viele Eltern werden aufatmen: Immer wieder waren die Kitas und Horte in den vergangenen Wochen geschlossen. Die Folge: Stress bei den Erwachsenen, Stress beim Nachwuchs. Und: Die Streiks nagten am Verständnis für die berechtigten Anliegen der Erzieher:innen und Sozialarbeiter:innen. Gut, dass sich die Tarifparteien endlich geeinigt haben.

Mehr Geld, aber vor allem mehr Entlastung: Die Einigung ist spannend, ihre Idee im Kern richtig. Die Arbeit in den Kitas ist hart, viele Beschäftigte sind durch Inflation und Arbeitsverdichtung an der Belastungsgrenze angelangt. 130 Euro oder 180 Euro mehr monatlich, bis zu vier freie Tage zusätzlich – das hilft spürbar. Auch gut: Berufserfahrung soll stärker honoriert werden, die Gehälter schneller steigen als bisher. So könnten Wechselwillige im Beruf gehalten werden.

Aber: Das ändert wenig an den großen Problemen. Es fehlt Personal. Zu wenige Erzieher:innen betreuen zu viele Kinder. Und der Mangel an Arbeitskräften wird zunehmen. Der Betreuungsschlüssel wurde nicht angetastet. Das Warten auf die große Lösung geht deshalb weiter.

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