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Ein zu frühes Ende

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Von: Steffen Herrmann

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Eine Frau arbeitet im Homeoffice. Die Homeoffice-Pflicht kommt zu früh.
Eine Frau arbeitet im Homeoffice. Die Homeoffice-Pflicht kommt zu früh. © Jens Kalaene/dpa

Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Und am besten gegen eine mögliche Ansteckung hilft Abstand. Das Ende der Homeoffice-Pflicht kommt deshalb zu früh. Der Kommentar.

Dieser Montag ist der erste Arbeitstag nach dem Ende der Homeoffice-Pflicht. Seit fast zwei Jahren schon arbeiten viele Beschäftigte am eigenen Küchentisch, in einer Ecke des Wohnzimmers oder – wer es gut getroffen hat – im eigenen Arbeitszimmer. Rückenschmerzen, Lagerkoller, nervige Nachbarn, die Rückkehr ins Büro mag für manche verlockend sein. Aber Vorsicht: Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Und am besten gegen eine mögliche Ansteckung hilft – ja, richtig – Abstand; das Arbeiten im Homeoffice, wo immer es möglich ist. Das Ende der Homeoffice-Pflicht kommt deshalb zu früh.

Zwar können Arbeitgeber ihren Beschäftigten auch weiterhin anbieten, sie müssen es aber eben nicht. Viele Unternehmen werden ihre Beschäftigten nun zurück ins Büro bestellen; der Wunsch, die eigenen Leute besser kontrollieren zu können, ist bei vielen Chefinnen und Chefs groß.

Dabei haben die vergangenen Monate gezeigt, dass es allen Widrigkeiten zum Trotz funktioniert. Die Ampel-Koalition sollte dringend ein Recht auf Homeoffice schaffen – inklusive der entsprechenden Ausstattung.

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