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Klima-Gipfel: Rund 30 Staaten wollen ein Verbrenner-Aus bis spätestens 2040. Deutschland ist dagegen.
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Klima-Gipfel: Rund 30 Staaten wollen ein Verbrenner-Aus bis spätestens 2040. Deutschland ist dagegen.

Weltklimakonferenz

Diesel und Benziner am Ende - nur Deutschland ist dagegen

  • Thomas Schmidtutz
    VonThomas Schmidtutz
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Der Druck auf die deutschen Autobauer wächst. In Glasgow haben sich fast 30 Länder auf ein Ende für Fahrzeuge mit Verbrennern geeinigt. Deutschland ist dagegen - aus überraschenden Gründen.

Glasgow - Beim Weltklimagipfel* haben sich rund 30 Länder und weltweit führende Fahrzeughersteller darauf verständigt, den Verkauf von Autos mit Verbrennern bis 2040 zu beenden. Auf entwickelten Märkten soll der Verbrenner-Ausstieg bis 2035 gelingen, heißt es in einer Initiative der britischen Konferenzpräsidentschaft.

Zu den Unterzeichnern gehören neben Großbritannien auch EU-Staaten wie Dänemark, Österreich oder Polen sowie Israel und Kanada. Beteiligt sind außerdem Bundesstaaten aus den USA wie Kalifornien und New York, außerdem Städte wie Barcelona, und Florenz.

Aus für Verbrenner: Bundesregierung hält viele Fragen für ungeklärt

Deutschland hat sich dem Vorstoß gegen den Klimawandel dagegen nicht angeschlossen. Man werde die Erklärung auf dem Gipfel nicht unterzeichnen, sagte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums am Mittwochmorgen. Dies sei „das Ergebnis der regierungsinternen Prüfung“, hieß es.

Es bestehe innerhalb der geschäftsführenden Bundesregierung zwar Konsens, dass bis 2035 nur noch Null-Emissionsfahrzeuge zugelassen werden sollen, sagte der Sprecher. „Allerdings besteht nach wie vor keine Einigkeit zu einem Randaspekt der Erklärung, nämlich der Frage, ob aus erneuerbaren Energien gewonnene e-Fuels in Verbrennungsmotoren Teil der Lösung sein können.“ Das Umweltministerium halte synthetische Kraftstoffe in Pkw mit Blick auf Verfügbarkeit und Effizienz genau wie die Unterzeichnerstaaten „nicht für zielführend“

Aus für Verbrenner: Mercedes-Benz unterstützt britische Initiative

Bei den Autobauern befürworten Ford, Volvo und Jaguar Landrover die Initiative. Auch Mercedes-Benz hat sich zu den Zielen bekannt. Der Münchner BMW*-Konzern lehnt die Initiative hingegen ab. „Wir glauben, das ist schädlich fürs Klima“, sagte Konzern-Chef Oliver Zipse am Mittwoch bei einem „Handelsblatt“-Autoforum. Nicht einmal in Deutschland und Europa gebe es genug Ladesäulen für Elektroautos, und es gebe auch nicht genug Ökostrom. Bei einem Zulassungsverbot für neue Verbrenner würden alte Autos noch länger gefahren. „Hier sind die Dinge nicht zu Ende gedacht“, sagte Zipse.

Klimafreundliche Mobilität ist am Mittwoch Schwerpunkt der Weltklimakonferenz. Das Thema gehört auch zu den Schwerpunkten der britischen COP-Präsidentschaft, die Premierminister Boris Johnson mit den Schlagworten „coal, cars, cash and trees“ (Kohle, Autos, Geld und Bäume) zusammengefasst hat. (dpa/AFP/utz) *Merkur.de ist Teil von IPPEN.MEDIA.

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