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Nicoley Baublies führte 2015 einen heftigen Streik gegen die Lufthansa an.

Kündigung erhalten

Lufthansa feuert Ex-Ufo-Chef Nicoley Baublies

Der Grund dafür soll eine ungenehmigte Nebentätigkeit als Berater für seine Gewerkschaft sein. Baublies kündigt eine Klage an.

Der Lufthansa-Konzern hat dem früheren Chef der Flugbegleitergewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, fristlos gekündigt. Das bestätigten am Montag der Betroffene selbst sowie Ufo-Chef Daniel Flohr. 

Zuvor hatte „Der Spiegel“ berichtet. Die Lufthansa erklärte, dass man zu personalvertraglichen Angelegenheiten grundsätzlich keine Stellung nehme. Baublies selbst kündigte an, umgehend eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht Frankfurt einzureichen.

Vorwurf "sehr schwer zu verstehen"

Baublies wird demnach vorgeworfen, in einer ungenehmigten Nebentätigkeit als Berater für seine Gewerkschaft tätig gewesen zu sein. Dazu war der frühere Kabinenchef auch schon einmal abgemahnt worden. 

Ufo-Chef Flohr meinte dazu, dass dieser Vorwurf nach über zehn Jahren engagierter Gewerkschaftsarbeit Baublies' "sehr schwer zu verstehen" sei. Gewerkschafter vermuten eine persönliche Kampagne höchster Unternehmenskreise gegen den streitbaren Baublies, der 2015 einen heftigen Streik des bis dahin weitgehend friedlichen Kabinenpersonals der Lufthansa angeführt hatte.

Die Lufthansa hat zur Zeit aber auch noch anderen Ärger: Am Flughafen Frankfurt streikte die Gepäckförderanlage, so dass 30.000 Koffer am Flughafen zurückbleiben mussten. Hier erfahren Sie, warum Sie ihr Flugticket nach der Reise gleich zerstören sollten.

dpa

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