Air-France-Maschinen am Pariser Flughafen Charles de Gaulle.
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Air-France-Maschinen am Pariser Flughafen Charles de Gaulle.

Air France

Air France droht Piloten mit Jobabbau

Air France plant offenbar "signifikante" Stellenstreichungen. Die Tür für die Gewerkschaft sei aber weiterhin offen. Der Streit zwischen Konzern und Gewerkschaft dauert bereits seit längerem an.

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Im Dauerstreit mit den Piloten hat Air France Pläne für einen deutlichen Arbeitsplatzabbau angekündigt. Nach gescheiterten Gesprächen über ein Sanierungskonzept ging der Mutterkonzern Air France-KLM am Freitag in die Offensive. Konzernchef Alexandre de Juniac sagte dem Radiosender Europe 1, am Montag werde den Arbeitnehmervertretern ein Programm präsentiert, das "signifikante" Stellenstreichungen vorsehe.

Er fügte allerdings hinzu, die Tür für die Gewerkschaften bleibe offen, sofern diese den ernsten Willen zu weiteren Verhandlungen zeigten. Der Chef der Pilotengewerkschaft SNPL, Philippe Evain, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, zu neuen Vorschlägen bereit zu sein. Ob er weitere Verhandlungen am Wochenende anstrebt, wollte Evain nicht sagen. Eine Sprecherin der Fluggesellschaft äußerte, es seien keine neuen Gespräche geplant.

Der Streit dauert bereits seit längerem an. Im vergangenen Jahr hatten die Piloten für zwei Wochen die Arbeit niedergelegt. Am Mittwoch lief eine vom Management gesetzte Frist aus, innerhalb derer es zu einer Einigung über die Restrukturierung kommen sollte. Der Fluggesellschaft setzt ein verschärfter Wettbewerb immens zu. Auf den europäischen Routen machen Billigflieger Druck, auf den Langstrecken arabische Konkurrenten.

An der Pariser Börse lagen die Aktien von Air France-KLM 2,6 Prozent im Plus. (Reuters)

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