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Nach Berlin sollen jetzt auch die Flughäfen in Düsseldorf, Köln-Bonn und Stuttgart bestreikt werden.

Warnstreiks an Flughäfen

Fluggästen droht weiterhin Ärger

Am Donnerstag dürfte es wegen Warnstreiks gleich in mehreren Städten zu Flugausfällen kommen - und weitere Aktionen sind möglich.

Nach Ausfällen in Berlin zum Wochenbeginn müssen Flugreisende am Donnerstag gleich in mehreren deutschen Städten mit Streichungen gebuchter Flüge rechnen. Die Sicherheitsbeschäftigten in Düsseldorf, Köln-Bonn und Stuttgart seien zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, teilte die Gewerkschaft Verdi am Mittwoch mit. Es sei mit starken Einschränkungen im Flugverkehr zu rechnen.

Der erneute Warnstreik sei eine Reaktion darauf, dass der Bundesverbands der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) nach dem jüngsten Warnstreik am Montag an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld kein verbessertes Angebot vorgelegt habe, hieß es von der Gewerkschaft.

Auch weitere Streiks seien nicht auszuschließen, sagte Verdi-Verhandlungsführer Benjamin Roscher. „Den Arbeitgebern sollte klar sein, dass die Beschäftigten bereit und in der Lage sind, für ihre Forderungen einzutreten.“ Während der Warnstreik in Berlin nur wenige Stunden dauerte, soll er sich in den westdeutschen Städten nun über den ganzen Tag erstrecken.

Hintergrund sind die bislang ergebnislosen Tarifverhandlungen zwischen dem BDLS und Verdi für rund 23.000 Beschäftigte der Flugsicherheit. Die Gewerkschaft will einen Stundenlohn von bundesweit 20 Euro bei der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle durchsetzen. Laut Verdi hatte der BDLS aber deutlich weniger angeboten. Am 23. Januar sollen die Gespräche fortgesetzt werden.

Die angekündigten Warnstreiks des Sicherheitspersonals an diesem Donnerstag treffen nach Angaben des Flughafenverbandes ADV etwa 111 000 Reisende in Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart. Der Verband zeigte sich über das Vorgehen der Gewerkschaft Verdi im Streit über höhere Gehälter für die Sicherheitsbeschäftigten an Flughäfen entsetzt.

Der ganztägige Warnstreik sei „überzogen, rücksichtslos und unverantwortlich“, sagte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel am Mittwoch. Dadurch entstünde großer Schaden nicht nur für die Flughäfen, die zudem in dem Streit kein Verhandlungspartner seien, sondern auch für „das Image Deutschlands“.

Allein in Düsseldorf sind nach Flughafenangaben etwa 58 600 Passagiere betroffen, dort waren 570 Landungen und Abflüge geplant. (dpa)

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