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Zurück auf der Strecke
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Flixtrain erweitert in den nächsten Wochen die Verbindungen in Deutschland.

Bahn-Konkurrent

Flixtrain fährt wieder - mehr Ziele im Angebot

Seit einem halben Jahr stehen die Züge von Flixtrain still. Denn der private Bahn-Konkurrent fährt nur, wenn es sich rechnet. Nun kehrt der Optimismus zurück.

Berlin (dpa) - Der Bahn-Konkurrent Flixtrain will von der kommenden Woche an wieder fahren. Dabei nimmt das Unternehmen weitere Fernstrecken in sein Netz auf und steuert ab Juni auch München an, wie Flixtrain am Dienstag ankündigte.

„Wir wollen ein deutschlandweites, alternatives Angebot aufbauen, alle Ballungsräume sind nun angeschlossen“, sagte Flixmobility-Chef André Schwämmlein. Verglichen mit der bundeseigenen Deutschen Bahn ist das Angebot aber noch klein: Insgesamt werden im Sommer neun grüne Züge von Flixtrain unterwegs sein. Die Bahn hat mehr als 300 ICE im Betrieb.

Auch der Staatskonzern stockt seine Flotte auf. Im Sommer soll der 75. von insgesamt 119 neuen ICE4 ausgeliefert werden, 2023 der letzte. Die Bahn braucht so viele neue Züge, weil sie sich vorgenommen hat, 2030 im Fernverkehr 260 Millionen Kunden zu haben. Das sind doppelt so viele wie 2015. Verglichen mit dem Corona-Jahr 2020 wäre es mehr als eine Verdreifachung.

Ein Stück von diesem wachsenden Kuchen möchte Flixtrain. Die Eisenbahn-Marke des Unternehmens Flixmobility, das vor allem durch die Fernbus-Marke Flixbus bekannt wurde, setzt auf preisbewusste Kunden. Die Züge stehen wegen der Corona-Pandemie seit November still. Doch vor Pfingsten soll am 20. Mai auf den Strecken Hamburg-Köln und Berlin-Köln der Betrieb wieder beginnen. Berlin-Stuttgart soll im Juni folgen.

Vom 27. Mai an fährt Flixtrain bis zu achtmal am Tag zwischen Leipzig, Berlin und Hamburg. Zwischen den beiden größten deutschen Städten fahren seit dem Winter die ICE der Deutschen Bahn tagsüber durchschnittlich alle halbe Stunde. „Wir passen in den Halb-Stundentakt“, sagte Schwämmlein, der seine Züge dort auch bei der Reisezeit auf Augenhöhe mit den ICE sieht.

Erstmals fahren die Züge auch von und nach München. Vom 17. Juni an wird eine Nachtverbindung München-Berlin-Hamburg angeboten, wobei aber keine Schlaf- oder Liegewagen geplant sind. Einen Tag später startet eine Tagesverbindung zwischen der bayerischen Landeshauptstadt und Frankfurt über Augsburg und Aschaffenburg.

Insgesamt stehen dann etwa 40 Städte auf dem Fahrplan - das sind ungefähr so viele wie bei Flixbus. Vor der Pandemie hatten die grünen Busse zehnmal so viele Städte angesteuert. „Wir sind durch das Tal durch in Deutschland“, zeigte sich Schwämmlein zuversichtlich. Finanziell sei man gut durch die Pandemie gekommen.

Wie beim Bus kauft Flixmobility auch beim Zug keine eigenen Fahrzeuge, sondern beschränkt sich auf die Netzplanung und die Vermarktung. Den Betrieb der Züge leisten Partnerunternehmen.

© dpa-infocom, dpa:210511-99-548482/7

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