Datenschutz im Netz

Firefox wird schneller

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Das neue Update soll im Frühling veröffentlicht werden und Nutzern mehr Privatsphäre geben.

Mehr Schutz vor Schnüffelei, schnelleres Surfen: Im harten Wettbewerb auf dem Markt für Internet-Browser will die Mozilla-Stiftung mit einem umfangreichen Firefox-Update für Geräte mit Android-System punkten. Um das Surfen zu beschleunigen, wurden nicht nur zentrale Teile der Software überarbeitet, sondern auch das Design. Letzteres soll die Nutzung des Browsers auf dem Handy erleichtern, zum Beispiel indem das Menü auch am unteren Bildschirmrand angezeigt werden kann.

Am radikalsten sind die Änderungen bei der Privatsphäre. „Tracking ist zu einer Epidemie geworden“, schreiben die Firefox-Macher auf ihrer Website. Jede Bewegung, jeder Klick, jeder Einkauf werde von Firmen verfolgt, um Daten zu sammeln und vorherzusagen und zu beeinflussen, was die Internetnutzer als nächstes tun. „Das ist ein krasses Eindringen in die Privatsphäre.“ Firefox wird deshalb laut Mozilla-Foundation künftig standardmäßig viele der am weitesten verbreiteten Tracking-Methoden unterbinden und den Nutzern anzeigen, wer alles versucht, ihre Daten zu speichern.

Der Firefox-Browser hat in den vergangenen Jahren deutlich an Popularität eingebüßt. Aktuell dominiert Google mit seinem 2008 lancierten Browser Chrome zwei Drittel des Browser-Marktes. Dahinter folgt Safari von Apple mit 17 Prozent Marktanteil. Internet-Explorer und Firefox sind mit globalen Marktanteilen von unter fünf Prozent hingegen fast in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. In Deutschland kommt Firefox immerhin noch auf 14 Prozent Marktanteil.

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