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Vizepräsident Joe Biden hält eine Rede bei Chrysler: Die US-Regierung will die Wirtschaft ankurbeln.
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Vizepräsident Joe Biden hält eine Rede bei Chrysler: Die US-Regierung will die Wirtschaft ankurbeln.

USA und Japan

Finanzspritzen für die Wirtschaft

Die US-Verbraucher sind optimistischer gestimmt als noch vor einem Monat. Dennoch planen Washington und Tokio weitere Hilfen für ihre schwächelnden Volkswirtschaften.

Von Felix Wadewitz

Die gute Nachricht zuerst: Das Konsumklima in den USA hat sich im August gefestigt. Der Index für das Verbrauchervertrauen stieg auf 53,5 von revidiert 51,0 Punkten im Juli, wie das Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 50,5 Punkten gerechnet. Doch die Lage ist fragil.

Die USA und Japan, zwei der drei größten Volkswirtschaften der Welt, wollen daher mehr Geld in die Ökonomie pumpen: Die USA und Japan streben neue Konjunkturprogramme an, um den wackeligen Aufschwung zu stützen und Arbeitsplätze zu schaffen. Japans Premierminister Naoto Kan und US-Präsident Obama hoffen, damit eine Rückkehr der Rezession zu verhindern. In beiden Ländern gibt es harte Kritik an den Plänen.

In Japan krachten am Dienstag die Aktienkurse ein, der Leitindex Nikkei verlor 3,6 Prozent. Zugleich stieg die japanische Währung Yen gegenüber dem Dollar auf ein neues Rekordhoch – das verteuert Exporte und schadet damit einem der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes.

„Sollte der Yen weiter steigen, muss die Regierung am Ende wohl am Devisenmarkt eingreifen und Yen verkaufen“, sagte Simon Wong von der Standard Chartered Bank. Es wäre die erste Intervention seit 2004. Im zweiten Quartal wuchs die japanische Wirtschaft kaum noch, weil das Exportgeschäft in die USA und nach China lahmt. Die Regierung hat bereits klargemacht, dass sie ein Eingreifen in Erwägung zieht.

Wegen der hohen Staatsverschuldung ist der Spielraum begrenzt: Premierminister Kan kündigte an, etwa 8,5 Milliarden Euro aus Haushaltsreserven umzuschichten. Damit sollen etwa Subventionen für den Kauf von energiesparenden Haushaltsgeräten verlängert werden.

Japan ist besonders von der Entwicklung in den USA abhängig, wo die Sorge um die Stabilität des Aufschwungs immer größer wird. Bis zum Freitag rechnen Beobachter mit einem weiteren Sinkflug an den Börsen: Dann veröffentlichen die USA die neuen Arbeitslosenzahlen, die mit Sorge erwartet werden. Der Nikkei könnte nach Ansicht von Beobachtern so tief fallen wie seit sechzehn Monaten nicht mehr.

In den USA treibt vor allem die Sorge vor dem sogenannten Double-Dip, der Rückkehr der Rezession, die Regierung zu weiteren Maßnahmen. Laut Präsident Obama arbeitet bereits ein Team der Regierung daran, „zusätzliche Maßnahmen zu identifizieren, die sowohl kurzfristig das Wachstum ankurbeln und Jobs schaffen, als auch langfristig die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft erhöhen“. Im Gespräch sind Steuersenkungen und Kredite für kleine Unternehmen.

US-Nobelpreisträger Paul Krugman hat bereits ein zweites Konjunkturpaket gefordert, das mindestens genauso groß sein müsse wie das erste. Obama hatte kurz nach Amtsantritt ein 800 Milliarden Dollar schweres Programm aufgelegt. Das hat zwar Millionen Jobs gerettet oder neu geschaffen, aber nicht verhindert, dass die Arbeitslosenquote fast zehn Prozent beträgt. „Die wirtschaftliche Situation ist derzeit ähnlich schlecht wie vor ein einhalb Jahren“, so Krugman. (mit rtr)

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