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Auch in Paris unterwegs.

Fernverkehr

Fernbus: Flixmobility macht Tempo

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Die Zahl der Passagiere von Flixmobility in Bussen und Zügen steigt um mehr als ein Drittel. Bis 2030 sollen alle Fahrgäste klimaneutral unterwegs sein.

Wie viel Flixmobility mit seinen Bussen, Bahnen und neuerdings auch Fahrtenvermittlungen per Pkw umsetzt oder verdient, bleibt weiter ein Geheimnis. Bei der Zahl beförderter Passagiere behält das 2013 gestartete Unternehmen aber sein enormes Wachstumstempo bei. Um 37 Prozent auf rund 62 Millionen Menschen hat der Mobilitätsdienstleister voriges Jahr seine globalen Beförderungszahlen erhöht.

2018 war das Wachstum mit 40 Prozent schon ähnlich ansehnlich. „In nur sieben Jahren haben wir uns zum weltweit größten Fernbusanbieter entwickelt und bieten inzwischen täglich mehr als 400 000 Verbindungen an“, sagt Mitgründer und Geschäftsführer Andre Schwämmlein. 2020 soll weitere Wachstumsschübe bringen.

Flixcar als Zubringer

Nach einer erfolgreichen Finanzierungsrunde im vorigen Sommer fühlt sich Flixmobility gerüstet, um nicht nur per Bus und Bahn zu expandieren. Neben der Möglichkeit, mittels „Flixbus Mieten“ auch einen eigenen Bus samt Fahrer ausleihen zu können, was 2019 zum Start schon gut eine Million Fahrgäste beschert hat, ist Flixcar nun eine weitere Säule im Geschäft. Unter diesem Begriff vermittelt das Jungunternehmen wie Blablacar neuerdings Fahrten im Privat-Pkw.

Flixmobility sieht das aber nicht als Geschäft zum Geldverdienen an, sondern als eine Art Zulieferservice für Flixbus und Flixtrain. Denn das Unternehmen verlangt dafür weder vom Fahrt-anbieter noch von Mitfahrern eine Gebühr. Mitfahrer müssen nur zahlen, was Fahrer verlangen. Flixmobility hofft dadurch auf ein weiteres Wachstum der Zahl der per Bus und Bahn beförderten Menschen. Gestartet ist Flixcar vorigen Monat in Frankreich. In weiteren Ländern soll dieser Service „bald“ verfügbar sein, versprechen die Münchner. Auf ein Startdatum für Deutschland wollen sie sich noch nicht festlegen.

Für Flix-Bahnreisende wurde das Angebot erst im Dezember mit acht neuen Haltestellen im Bundesgebiet, vor allem im Osten Deutschlands, ausgeweitet. Unter anderem Leipzig, Erfurt und Halle, aber auch Aachen kamen dazu. Dieses Frühjahr startet zudem die neue Flixtrain-Verbindung zwischen Hamburg und Stuttgart. Auch in Schweden nimmt Flixtrain 2020 den Betrieb auf.

Flix-Züge sind per Ökostrom von Greenpeace Energy unterwegs. Ziel der Dachgesellschaft Flixmobility ist es, Fahrgäste bis zum Jahr 2030 komplett klimaneutral zu befördern. Dazu ist auch der Einsatz von Flix-Bussen in Planung, die durch Wasserstoff und Biomethan angetrieben werden.

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