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Ist um 13 Milliarden Dollar ärmer, darf aber weitermachen wie bisher: die Großbank JPMorgan.
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Ist um 13 Milliarden Dollar ärmer, darf aber weitermachen wie bisher: die Großbank JPMorgan.

Kommentar JPMorgan

Fehler im System

  • VonStephan Kaufmann
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Die Großbank JPMorgan kauft sich für 13 Milliarden Dollar frei. Dieser Vergleich zeigt: Nicht Gesetzesverstöße sind das Problem, sondern die ganz normalen Geschäftspraktiken der Geldinstitute.

Für die US-Staatsanwaltschaft ist die Sache klar: Die Großbank JPMorgan zahlt 13 Milliarden Dollar als Strafe dafür, dass sie Anleger getäuscht und mit ihren windigen Geschäften die „Saat“ für die Finanzkrise gelegt hat. An dieser Aussage sind zwei Punkte korrekturbedürftig. Erstens gibt JPMorgan mit dem Vergleich keineswegs zu, Anleger getäuscht zu haben, sondern zahlt 13 Milliarden Dollar dafür, dass dieser Frage nicht weiter nachgegangen wird.

Zweitens muss festgehalten werden: Die US-Hypotheken- und die folgende globale Finanzkrise waren kein Werk von Betrügern. Sondern eine ganz normale Blase: Finanzanleger weltweit spekulierten mit Milliarden auf einen fortlaufenden Boom des amerikanischen Häusermarktes, diese Spekulation nährte den Boom, trieb die Hauspreise nach oben, was weitere Spekulation rechtfertigte. Bis zum Crash.

Die Krise war insofern kein Verbrechen. Viel schlimmer: Sie war ganz legal. Es wäre auch zu schön, wenn an dem Desaster nur ein paar Betrüger schuld gewesen wären. Denn das würde bedeuten, dass eigentlich alles in Ordnung ist mit dem globalen Finanzsystem, und dass alle erforderlichen Gesetze bereits erlassen waren – sie hätten nur befolgt werden müssen.

Die Bemühungen der Staaten um eine Re-Regulation der Finanzsphäre zeigen jedoch: Nicht Gesetzesverstöße sind das Problem, sondern die ganz normalen Geschäftspraktiken. Es bleibt daher viel zu tun, um das System stabiler zu machen.

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