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FBI sucht Erfinderin von „Kryptowährung“: Sie soll ihre Opfer um Milliarden betrogen haben

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Von: Moritz Serif

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Ruja Ignatova vermarktete ihren Onecoin als „Bitcoin-Killer“ (Symbolbild).
Ruja Ignatova vermarktete ihren Onecoin als „Bitcoin-Killer“ (Symbolbild). © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa/picture alliance

Ruja Ignatova vermarktet den vermeintlichen Coin als „Bitcoin-Killer“. Käufer sollten Pakete an Familie und Freunde verkaufen.

Washington D.C. – Der Markt ist nach wie vor unreguliert. Deshalb sollten Menschen, die Krypto kaufen, jegliche Geschäfte genau prüfen. Ruja Ignatova, russische Erfinderin der vermeintlichen Digitalwährung „OneCoin“, steht nun auf der FBI-Liste der meistgesuchten Flüchtigen der Welt.

Das FBI hat den Verdacht, dass Ignatova und ihre Helfer Opfer in aller Welt um Milliardenbeträge betrogen haben. Die Behörde setzte eine Belohnung von bis zu 100.000 US-Dollar für Hinweise aus, die zu ihrer Festnahme führen. Im Jahr 2014 soll die Verdächtige das Unternehmen OneCoin gegründet haben, das jedoch formell nie existierte.

OneCoin: Kryptowährung setzte auf Pyramidensystem

Ignatova vermarktete den Coin als „Bitcoin-Killer“. Sie habe falsche Angaben und Zusicherungen über die vermeintliche Währung gemacht, um Menschen dazu zu bewegen, einzusteigen. Außerdem setzte die Verdächtige auf ein schneeballartiges Pyramidensystem: Käuferinnen und Käufer sollten zusätzliche Pakete an Freunde und Verwandte verkaufen.

Zudem habe Ignatova den Hype um Kryptowährungen ausgenutzt, um neue Investoren anzuwerben. „OneCoin behauptete, über eine private Blockchain zu verfügen“, sagte Special-Agent Ronald Shimko, der in der New Yorker Außenstelle des FBI in dem Fall ermittelt. „Dies steht im Gegensatz zu anderen virtuellen Währungen, die eine dezentralisierte und öffentliche Blockchain haben. In diesem Fall wurden die Anleger lediglich aufgefordert, OneCoin zu vertrauen.“

OneCoin-Erfinderin: Verdacht auf Geldwäsche und Betrug

In Deutschland ermitteln die zuständigen Behörden gegen die promovierte Juristin wegen Geldwäsche sowie gemeinschaftlichen Betrugs in einem besonders schweren Fall. Die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ hatte im Mai einen öffentlichen Fahndungsaufruf gezeigt. (mse/dpa)

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