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Vor Einwurf besser Haltbarkeitsdatum der Pin-Marke prüfen.
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Vor Einwurf besser Haltbarkeitsdatum der Pin-Marke prüfen.

Postdienstleistungen

Fälscher zocken Pin ab

  • Franziska Schubert
    vonFranziska Schubert
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Der Private Postzusteller Pin Mail hat unter einer Flut von gefälschten Briefmarken zu leiden. Pin-Vorstand Axel Stirl erstattet Anzeige - und ergreift drastische Maßnahmen. Von Franziska Schubert

Erstaunlich, was ein kleiner, grüner Frosch für Schaden anrichten kann. Das Tiermotiv auf der 52-Cent-Marke des Briefdienstleisters Pin Mail haben Fälscher offenbar reihenweise kopiert und in großen Mengen in Umlauf gebracht. Deswegen hat der Pin-Vorstand Axel Stirl nun Anzeige erstattet - und eine drastische Maßnahme ergriffen.

Um den Schaden einzudämmen, wird das Unternehmen vom 1. September an nur noch Briefe mit Briefmarken der neueren Serie befördern. Briefe mit Postwertzeichen älteren Datums, die vor dem 1. Juni 2008 hergestellt wurden, werden nicht mehr transportiert.

Die Privatpost Pin hat darüber seine Kunden in einem Anschreiben informiert. Diejenigen, die noch alte Marken besitzen, können sie gegen neue eintauschen - allerdings nur, wenn sie die Originalrechnung vorlegen. Mit rund 1100 Beschäftigten ist Pin einer der größten privaten Postzusteller in Europa. Nach dem Ausstieg der Axel Springer AG aus der Pin Group drohte vor zwei Jahren mehr als 100 Pin-Unternehmen die Insolvenz - bis 2008 die Holtzbrinck-Mediengruppe das Unternehmen übernahm.

Die alten Pin-Marken waren laut einem Bericht der Financial Times Deutschland offensichtlich einfach zu fälschen. Der Pin-Vorstand betont, es habe auch Sicherheitsmerkmale bei den älteren Briefmarken gegeben. Trotzdem seien sie gefälscht worden. Die neueren Marken, etwa die Ampelmann-Serie, werden dem Zeitungsbericht zufolge nun von der Bundesdruckerei hergestellt und böten mehr Schutz vor Fälschung.

"So ein Riesenproblem wie Pin haben wir nicht", betont Deutsche Post-Sprecher Achim Gahr. Alle Marken - vom Schalter wie aus dem Automaten - besäßen Sicherheitsmerkmale. Fälschungen sind dadurch leicht zu erkennen. Fehlen etwa die fluosreszierenden Stoffe auf den Postwertzeichen, kann das maschinell festgestellt werden.

Kein Problem für Deutsche Post

In solchen Fällen sortiert die Post die Briefe aus und erstattet gegen den Absender Anzeige wegen Erschleichung von Beförderungsleistungen. "Aber das sind Einzelfälle", betont Gahr, die Zahl der Fälschungen sei nicht gestiegen. Sein Tipp ist, Briefmarken nur bei der Post oder autorisierten Händlern zu kaufen, um Fälschern nicht auf den Leim zu gehen.

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