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Facebook und Instagram: Meta denkt an Rückzug aus Europa

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Von: Steffen Herrmann

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Meta-Chef Mark Zuckerberg hat an vielen Fronten Probleme.
Meta-Chef Mark Zuckerberg hat an vielen Fronten Probleme. In Europa machen ihm die strengen Datenschutzregeln der EU Sorgen. © Liu Jie/imago

Der Meta-Konzern könnte sich mit seinen Diensten Instagram und Facebook aus Europa verabschieden. Der Grund dafür ist der EU-Datenschutz.

Der Facebook-Konzern Meta könnte sich aus Europa zurückziehen. Der Grund sind die Datenschutzregeln der Europäischen Union. Das Szenario dazu steht im aktuellen Jahresbericht des Konzerns. Demnach könnte Meta seine Dienste wie Facebook oder Instagram in Europa stoppen, wenn der Konzern die Daten seiner Nutzer:innen nicht länger zwischen verschiedenen Regionen transferieren dürfe oder wenn es nicht mehr erlaubt sei, die Daten zwischen den verschiedenen Diensten auszutauschen, wird Meta-Chef Mark Zuckerberg in dem Jahresbericht zitiert.

Bislang durften Unternehmen die Daten von europäischen Nutzer:innen in die USA transferieren und dort verarbeiten. Grundlage war Privacy Shield, ein Abkommen zwischen der EU und den USA, das wegen Verstößen gegen den Datenschutz im Juli 2020 vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) gekippt worden war. Laut EuGH dürfen personenbezogene Daten aus der EU nicht mehr ohne Prüfung auf US-Servern landen. Seither arbeiten EU und USA an einer neuen Fassung des Abkommens. Die Passage im Jahresbericht dürfte ein Warnschuss in Richtung der EU-Verantwortlichen sein.

Metas Dienste verdienen ihr Geld mit personenbezogener Werbung. Dazu werden die Daten der Nutzer:innen ausgewertet. Werbende Unternehmen können auf dieser Grundlage zielgerichtet um jene Nutzer:innen werben, die sich potenziell für Produkte und Dienstleistungen des jeweiligen Unternehmens interessieren. sbh

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