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Immer mehr Menschen steuern Facebook über ihre Handys und Smartphones oder über Geräte wie das iPad an.
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Immer mehr Menschen steuern Facebook über ihre Handys und Smartphones oder über Geräte wie das iPad an.

Trotz Gewinnverlust

Facebook steigert den Umsatz

Der Vorstoß von Facebook auf Smartphones und Tablet-Computer zahlt sich aus - das weltgrößte Online-Netzwerk nahm im Schlussquartal annähernd jeden vierten Werbe-Dollar auf mobilen Geräten ein. Der Facebook-Gewinn sank jedoch deutlich.

Der Vorstoß von Facebook auf Smartphones und Tablet-Computer zahlt sich aus - das weltgrößte Online-Netzwerk nahm im Schlussquartal annähernd jeden vierten Werbe-Dollar auf mobilen Geräten ein. Der Facebook-Gewinn sank jedoch deutlich.

Der Gewinn des sozialen Onlinenetzwerks Facebook ist im vergangenen Jahr geschmolzen. Das US-Unternehmen gab am Mittwoch für das Jahr 2012 einen Profit von 53 Millionen Dollar (etwa 39 Millionen Euro) bekannt. Im Vorjahr hatte Facebook noch eine Milliarde Dollar verdient. Grund für den Rückgang seien vor allem Kosten im Zusammenhang mit dem Börsengang im Mai. Die Facebook-Aktie sackte nach der Veröffentlichung der Zahlen im nachbörslichen Handel in New York um fünf Prozent auf unter 30 Dollar ab. Dabei übertraf Facebook mit seinen Zahlen für das vierte Quartal 2012 die Erwartungen der Wall Street. Das Unternehmen machte in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres einen Gewinn von 64 Millionen Dollar. Der Umsatz stieg im Jahr 2012 den Angaben zufolge um 37 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar und im vergangenen Quartal um 40 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar.

Insbesondere der Vorstoß von Facebook auf Smartphones und Tablet-Computer zahlte sich aus. Das weltgrößte Online-Netzwerk nahm im Schlussquartal annähernd jeden vierten Werbe-Dollar auf mobilen Geräten ein. Noch im dritten Quartal war es erst jeder siebte Dollar. Facebook sei „ein mobiles Unternehmen“ geworden, erklärte Gründer, Hauptaktionär und Firmenchef Mark Zuckerberg am Mittwoch. Dabei waren Smartphones bislang die Schwachstelle von Facebook, weil sich auf den kleinen Bildschirmen nur schwer klassische Werbebanner zeigen lassen. Facebook bringt nun immer mehr Anzeigen direkt im Nachrichtenstrom der Nutzer unter. Das Online-Netzwerk muss sich auch schnell bewegen, denn immer mehr von seiner Mitglieder zieht es vom Desktop und Notebook auf Smartphones und Tablets. Im vergangenen Quartal gab es erstmals mehr Nutzer, die von mobilen Geräten als vom PC auf Facebook zugriffen.

Kein Facebook-Handy

Ein Facebook-Handy wird es dennoch nicht geben, betonte Zuckerberg entgegen nicht enden wollenden Gerüchten. Die Menschen wollten stattdessen, dass Facebook über alle ihre Geräte hinweg gut funktioniere.

In den letzten drei Monaten des Jahres stieg der Gesamtumsatz um 26 Prozent auf annähernd 1,6 Milliarden Dollar (1,18 Mrd Euro). Facebook verdiente nach einem verlustreichen Sommer auch wieder Geld und zwar unterm Strich 64 Millionen Dollar. Im dritten Quartal hatte das Unternehmen noch ein Minus in ähnlicher Größenordnung eingefahren. Letztlich konnte Facebook durch das gute letzte Jahresviertel auch im Gesamtjahr noch einen kleinen Gewinn von 32 Millionen Dollar einfahren.

„Wir gehen mit Schwung in das Jahr 2013 hinein“, erklärte Zuckerberg am Firmensitz im kalifornischen Menlo Park. Allerdings strömen nicht mehr so viele Neuzugänge wie früher in das Soziale Netzwerk. Nachdem Facebook Ende September die Marke von einer Milliarde aktiven Nutzern geknackt hatte, waren es Ende Dezember 1,06 Milliarden.

Was jedoch massiv zulegte, war die Nutzung von Smartphones. 680 Millionen Menschen greifen mittlerweile mindestens einmal im Monat zu ihren mobilen Geräten, um mit ihren Freunden Fotos oder Nachrichten auszutauschen. Im dritten Quartal waren es erst 601 Millionen. Bei den täglich aktiven Nutzern sei das Smartphone sogar erstmals beliebter gewesen als der Computer, führte Facebook auf. Gut die Hälfte der Mitglieder tummelt sich täglich im Netzwerk.

Neue Einnahmequellen

Zuckerberg verbreitet seit Monaten unermüdlich die Botschaft, dass Facebook sein schleppendes Werbegeschäft auf Smartphones in Schwung gebracht hat. Auch jetzt verkündete er, es sei ein „Mythos“, dass Facebook auf mobilen Geräten kein Geld verdienen könne. Einnahmen aus Anzeigen sind die Lebensader des Sozialen Netzwerks. Und die Botschaft scheint anzukommen: Nachdem die Aktie zwischenzeitlich unter 18 Dollar gerutscht war, kostet sie aktuell um die 31 Dollar. Damit ist schon näher zum Ausgabepreis des Börsengangs von 38 Dollar im Mai vergangenen Jahres herangeschlichen.

Facebook müht sich mit Nachdruck um neue Einnahmequellen. Das Unternehmen hatte erst vor zwei Wochen eine neue Suchfunktion vorgestellt, die es einfacher macht, die vielen Informationen der Nutzer zu durchstöbern. Beobachter werteten das als Kampfansage an Google. (dpa/afp)

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