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Miguel Arias Canete fordert die Anhebung des CO2-Ziels.

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Etwas angeschärft

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Klimakommissar Cañete will, dass die Union ihr CO2-Ziel für 2030 anhebt. Doch reicht das überhaupt, um die Ziele des Pariser Klimavertrags zu erreichen?

Die Europäische Union als Klimaschutz-Vorreiter? Das ist lange her. Ein Image aus Zeiten des Kyoto-Protokolls, das 1997 geschlossen wurde. Zwischenzeitlich hängte das Duo China/USA den alten Kontinent als Antreiber ab – bis der Trump-Asteroid die Atmosphäre vergiftete. Eigentlich die Chance für die EU, in die Bresche zu springen. Lange sah es nicht danach aus. Doch nun bewegt sich die Brüsseler Kommission. Wenigstens ein bisschen.

Klimakommissar Cañete will, dass die Union ihr CO2-Ziel für 2030 anhebt – von minus 40 auf minus 45 Prozent CO2 gegenüber dem Basisjahr 1990. Setzt die EU ihre Ziele für den Ausbau der Ökoenergien und die Verbesserung der Energieeffizienz um, ist das zu schaffen. Doch es bleiben zwei Probleme.

Erstens reichen auch die „ambitionierten“ 45 Prozent nicht, um den 1,5-bis-zwei-Grad-Pfad bei der Erderwärmung zu erreichen, den der Paris-Klimavertrag vorgibt. Es wären 55 Prozent nötig. Zweitens müssen die Instrumente geschärft werden, um den Umstieg auf die erneuerbaren Energien und die stärkeren Energieeinsparungen auch zu ermöglichen. Ein Job für die Bundesregierung, die ja feierlich gelobt hat, eine Pleite wie mit dem vergeigten nationalen Klimaziel für 2020 nie und nimmer wiederholen zu wollen. 

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