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Fingerzeig: Es geht weiter aufwärts an der Frankfurter Börse.
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Fingerzeig: Es geht weiter aufwärts an der Frankfurter Börse.

Börsenwoche

DAX erstmals über 9400 Punkten

  • VonSebastian Wolff
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Viele Anleger haben angesichts der niedrigen Zinsen für Anleihen das Gefühl, am Aktienmarkt unterinvestiert zu sein und kaufen deshalb bei jeder geringen Kursschwäche. Deshalb geht die Aktienhausse seit Monaten ungebremst weiter

Wenn alle mit der Korrektur rechnen, dann bleibt sie einfach aus. Genau das passiert gerade am deutschen Aktienmarkt: Der Dax eilt seit Monaten von einem Rekord zum nächsten. Zu deutlichen Rücksetzern oder gar zu scharfen Einbrüchen, wie sie sonst während fast jeder Hausse an der Börse immer mal wieder üblich sind, ist es schon seit längerem nicht mehr gekommen – und zwar deshalb, weil momentan viele Anleger jede noch so zarte Kursschwäche nutzen, um Aktien zu kaufen. Immer mehr Anleger haben  nämlich angesichts der niedrigen Zinsen am Anleihemarkt das Gefühl, am Aktienmarkt unterinvestiert zu sein und wollen dies nun, um fast jeden Preis ändern.

Am Freitag sprang der deutsche Leitindex erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 9?400 Punkten. Bis zu den von vielen Beobachtern mit Spannung erwarteten 10?000 Punkten, die zu Jahresbeginn noch in weiter Ferne lagen, scheint es für den Dax nur noch ein Katzensprung zu sein.

Aktienstrategen warnen

Zu den wenigen Skeptikern zählen diese Tage die Aktienstrategen der  Landesbank Berlin (LBB): „Und täglich grüßt das Allzeithoch“, kommentieren sie spöttisch.  Sie weisen allerdings darauf hin, dass eine Reihe von positiven Nachrichten für Aktien, wie das ungebremste Gelddrucken durch die Notenbanken, in den Kursen längst eingepreist sei. Auch  stecke in den Kursen bereits die Erwartung, dass die Konjunktur weltweit in Fahrt kommen wird und die Euro-Schuldenkrise so gut wie gelöst sei. Unerwartete schlechte Nachrichten könnten da ganz schnell eine Korrektur auslösen, warnen sie.

Im Blickpunkt der Anleger dürften in der neuen Woche wieder einmal die Notenbanken stehen: So tagt am Donnerstag der Zentralbankrat der EZB. Zwar ist nach der jüngsten Leitzinssenkung auf das Rekordtief  von 0,25 Prozent hier nicht mit einer weiteren Reduzierung zu rechnen. Spekuliert wird aber darauf, dass die EZB den Banken erstmals einen negativen Einlagezins berechnen wird: Die Banken müssten also eine Gebühr dafür bezahlen, wenn sie Geld bei der EZB parken. 

US-Notenbank könnte Anleihekäufe drosseln

In den USA richtet sich das Augenmerk der Anleger auf die Arbeitsmarktdaten am Donnerstag und Freitag. Von der Entwicklung des Arbeitsmarkts hat die US-Notenbank Fed ihr weiteres Vorgehen abhängig gemacht: Je besser die Daten ausfallen, umso wahrscheinlich er ist es, dass die Fed ihre milliardenschweren monatlichen Anleihekäufe zu drosseln beginnt. 

Von Unternehmensseite wird es am Montag für ThyssenKrupp spannend: Dann will der angeschlagene Stahlkonzern seine verschobene Jahresbilanz vorlegen. Erwartet wird, dass eine Kapitalerhöhung verkündet wird.  Noch mehr aber dürfte Anleger Interessieren, ob es endlich Klarheit über das Schicksal des defizitären US-Werks gibt.

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