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Neue Energiesparregeln gelten ab Oktober: Wie Habeck die Krise bekämpfen will

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Von: Erik Scharf

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Den Verbrauch von Strom reduzieren, ist derzeit oberstes Gebot. Durch die Energiesparverordnung von Robert Habeck gelten ab Samstag (1. Oktober) zusätzliche Regeln.

Frankfurt/Berlin – Die Energiekrise sorgt bei vielen Menschen derzeit für ein größeres Bewusstsein beim eigenen Verbrauch. Geräte, die nicht gebraucht werden, werden vom Strom getrennt. Räume, die nicht genutzt werden, werden nicht beheizt.

Doch auch Städte und Kommunen achten schon seit Wochen intensiv auf ihren Verbrauch in Verwaltungen und anderen öffentlichen Gebäuden. Unter anderem, weil es klare Vorschriften von der Bundesregierung gibt. Bereits im August stellte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) eine Energiesparverordnung vor, die seit 1. September gilt. Im Kern geht es dabei um die Sicherung der Energieversorgung in Deutschland.

Robert Habeck
Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) spricht während einer Sitzung des Deutschen Bundestags. © Kay Nietfeld/dpa

Energiesparen in Deutschland: Erweiterte Regeln ab 1. Oktober

Ein Beispiel: Gebäude, Denkmäler und Werbeanlagen dürfen nur von 16 bis 22 Uhr beleuchtet werden. Zudem liegt die Maximaltemperatur in „Arbeitsstätten in nicht öffentlichen Nichtwohngebäuden“ bei 19 Grad. Ab Samstag (1. Oktober) werden die bestehenden Regeln erweitert.

Eine Ausnahme der Regel gilt nur für Gebäude, die innerhalb von sechs Monaten nach dem Stichtag ungenutzt sind und stillgelegt werden, oder aber ein Heizungstausch oder eine Wärmedämmung von mindestens 50 Prozent der wärmeübertragenden Umfassungsfläche des Gebäudes bevorsteht.

Energiesparmaßnahmen in Deutschland: Das gilt in Privathaushalten

In Privathaushalten gelten seit 1. September ebenfalls Regeln zur Reduzierung des Energieverbrauchs. So gibt es für Mietwohnungen zwar keine verpflichtende Temperaturangabe, allerdings dürfen durch das Energiesparen keine Schäden in der Wohnung zustande kommen. Pools und Schwimmbecken dürfen nicht mehr mit Strom oder Gas beheizt werden, außer die Beheizung ist „zwingend notwendig für therapeutische Anwendungen oder zur Abwehr von Schäden an der Poolanlage“.

Die Energiekrise hat Deutschland und Europa fest im Griff. Es ist nicht auszuschließen, dass während des Winters die Maßnahmen noch weiter verschärft werden müssen. (esa)

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