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Energiepauschale: Wie viel Geld kommt letztlich auf dem Konto an?

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Von: Vincent Büssow

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Die Auszahlung der Energiepauschale rückt immer näher. Was viele nicht wissen: Auf die Prämie fallen Steuern an. Was bleibt am Ende übrig?

Frankfurt – Erst vor Kurzem hat die Bundesregierung ihr drittes Entlastungspaket angekündigt, um die Belastungen abzufedern, die durch den Ukraine-Krieg ausgelöst wurden. Währenddessen steht die Umsetzung mancher Maßnahmen aus bisherigen Paketen noch aus. So soll etwa die Energiepauschale in Höhe von 300 Euro im September auf dem Konto landen. Das Instrument wurde bereits im Mai 2022 im Rahmen des zweiten Entlastungspakets angekündigt und soll als direkte Maßnahme gegen die explodierenden Kosten von Strom und Gas fungieren. Was viele aber nicht wissen ist, dass die Pauschale besteuert wird.

Die Auszahlung der einmaligen Energiepauschale erfolgt bei Erwerbstätigen über die Lohnabrechnung des Arbeitgebers, wie die Bundesregierung mitteilte. Selbstständige und Gewerbetreibende sollen den Vorschuss über eine einmalige Senkung ihrer Einkommensteuer-Vorauszahlung erhalten. In beiden Fällen handelt es sich also um eine Auszahlung, auf die Steuern anfallen. Der Bund der Steuerzahler hat berechnet, was von der Prämie übrig bleibt.

Die Energiepreise schießen weiter in die Höhe. Im September soll deshalb die Energiepreispauschale ausgezahlt werden. Es fallen jedoch Steuern an. (Symbolbild)
Die Energiepreise schießen weiter in die Höhe. Im September soll deshalb die Energiepreispauschale ausgezahlt werden. Es fallen jedoch Steuern an. (Symbolbild) © Jens Büttner/dpa

Energiepauschale: Wie hoch fallen die Steuern auf die Entlastungsmaßnahme aus?

Die Besteuerung der Energiepauschale fällt je nach Gehalt und Familienstand unterschiedlich aus. Am Ende kommt bei den meisten weniger als 300 Euro an, denn „die vom Arbeitgeber ausgezahlte EPP unterliegt als „sonstiger Bezug“ dem Lohnsteuerabzug“, heißt es auf der Seite des Bundesfinanzministeriums.

So muss ein Single mit einem Monatsbruttogehalt von 2500 Euro im aktuellen Steuertarif mit einem Abzug von 83 Euro rechnen. Alleinstehende mit dem doppelten Gehalt bekommen 113 Euro weniger, wie der Bund der Steuerzahler auf Nachfrage von FR.de von IPPEN.MEDIA mitteilte. Für eine Doppelverdiener-Familie mit zwei Kindern und einem Gesamtgehalt von 6000 Euro liegt der Steuerabzug bei insgesamt 178 Euro.

Familienstand und monatliches BruttoeinkommenSteuerabzug auf die Energiepauschale (übriger Nettobetrag)
Single mit 2500 Euro83 Euro (217 Euro)
Single mit 5000 Euro113 Euro (187 Euro)
Familie mit zwei Kindern und 6000 Euro178 Euro (422 Euro)

Steuern: Etwa ein Drittel der Energiepauschale muss zurückgezahlt werden

Von den 300 Euro bleibt als im Durchschnitt etwa ein Drittel übrig. Nach Angaben der Bundesregierung gibt der Staat 13,8 Milliarden Euro für die Energiepauschale aus. Etwa 3,4 Milliarden Euro davon erhält er allerdings wieder zurück. Während ihre Auszahlung immer näher rückt, fragen sich viele, wer die Energiepauschale überhaupt erhält. (vbu mit dpa)

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