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Energiepauschale nicht auf Lohnabrechnung? Was Sie tun können

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Von: Helena Gries

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Zahlreiche Arbeitnehmende in Deutschland haben auf die Auszahlung der Energiepauschale im September gewartet. Doch was, wenn der Betrag nicht auf dem Konto ist?

Frankfurt – Die Energiepreispauschale soll bei den aktuell steigenden Kosten für Strom und Gas finanzielle Entlastung bringen. Im September sollten die 300 Euro, die im Rahmen des milliardenschweren Entlastungspakets der Ampel-Regierung beschlossen wurden, ausgezahlt werden. Doch was, wenn das Geld bislang noch nicht auf dem Konto ist?

Im Normalfall sollte die Energiepauschale auf der Gehaltsabrechnung vom September unter dem Posten „sonstiger Bezug“ aufgeführt sein. Sollte dies nicht der Fall sein, besteht erstmal kein Grund zur Sorge. Es können nämlich viele Gründe infrage kommen, warum die Energiepauschale noch nicht ausgezahlt wurde.

Heizkostenzuschuss 2022: Die „Ampel“ will die Heizkostenzuschüsse für einkommensschwache Haushalte verdoppeln.
Beschäftigte sollen durch eine Energiepauschale in Höhe von 300 Euro finanziell entlastet werden. Doch was, wenn das Geld im September nicht ausgezahlt wurde? (Symbolbild) © IMAGO/Christian Ohde

Energiepauschale: Spätere Auszahlung im Oktober 2022 möglich

Laut Angaben des Lohnsteuerhilfevereins Bayern hängt der Auszahlungszeitpunkt der Energiepauschale von der Lohnsteueranmeldung des Arbeitgebers ab. „Gibt der Arbeitgeber die Lohnsteuer-Anmeldung vierteljährlich ab, kann die Energiepreispauschale an den Arbeitnehmer davon abweichend im Oktober 2022 ausgezahlt werden“, heißt es auch auf der Website des Bundesfinanzministeriums.

Energiepauschale 2022
Wie hoch ist der Betrag?300 Euro brutto
Wer hat Anspruch?Einkommenssteuerpflichtige Erwerbstätige, pauschalbesteuerte Minijobber, Gewerbetreibende und Selbständige
Wann wird sie ausgezahlt?September 2022
Wie erfolgt die Auszahlung?Für einkommensteuerpflichtige Beschäftigte automatisch mit der Gehaltsabrechnung. Selbstständige profitieren durch Steuersenkung

Energiepauschale in Deutschland: Arbeitnehmende mit Minijob müssen aktiv werden

Weiter nennt das Bundesfinanzministerium als spätesten Zeitpunkt der Auszahlung die Übermittlung der Lohnsteuerbescheinigung für Arbeitnehmende. Auf der Lohnsteuerbescheinigung für 2022 sollten die 300 Euro dann mit dem Vermerk „E“ für „Einmalbezug“ auftauchen.

Während einkommensteuerpflichtige Erwerbstätige die Pauschale automatisch mit dem Gehalt ausgezahlt bekommen, müssen Minijobberinnen und Minijobber aktiv werden und ihr erstes Dienstverhältnis schriftlich beim Arbeitgebenden bestätigen. Bei Fragen sollte man sich direkt an den Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin oder an die Buchhaltung wenden.

Energiepauschale muss nicht vom Arbeitgeber ausgezahlt werden - die Sonderfälle

Es gibt allerdings auch Ausnahmen. In folgenden Fällen wird die Energiepreispauschale laut Angaben des Bundesfinanzministeriums gar nicht vom Arbeitgeber ausbezahlt:

In diesen Fällen müssen Betroffene eine Einkommensteuererklärung für das Jahr 2022 abgeben und die Energiepauschale dort geltend machen. Gleiches gilt für Minijobberinnen und Minijobber, die das erste Beschäftigungsverhältnis nicht schriftlich bestätigt haben. Auch Rentner:innen können sich eine Energiepauschale sichern. (hg)

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