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Energiekonzern kriselt: Uniper ruft nach Hilfe vom Staat 

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Von: Moritz Serif

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Uniper kommt in wirtschaftliche Schwierigkeiten (Archivbild).
Uniper kommt in wirtschaftliche Schwierigkeiten. (Archivfoto) © Bernd Thissen/dpa/picture alliance

Wegen der Energiekrise sind bereits im vergangenen Jahr 39 Energielieferanten pleite gegangen. Nun hat auch der Konzern Uniper große Probleme.

Berlin – Wladimir Putin zieht Konsequenzen: Russlands Präsident dreht westlichen Industriestaaten zunehmend das Gas ab. Das wirkt sich inzwischen nicht nur auf die Reserven der Länder, sondern auch auf private Energiekonzerne aus. Laut der Nachrichtenagentur Reuters befindet sich das Unternehmen Uniper in Alarmstimmung.

Der Ukraine-Konflikt habe die wirtschaftliche Situation des Konzerns deutlich verschlechtert, sagte Vorstandschef Klaus-Dieter Maubach. „Daher sprechen wir jetzt mit der Bundesregierung erneut über Stabilisierungsmaßnahmen, für die eine Reihe von Instrumenten infrage kommen, wie zum Beispiel Garantie- und Sicherheitsleistungen, Erhöhung der aktuellen Kreditfazilität bis hin zu Beteiligungen in Form von Eigenkapital“.

Energiekrise: Uniper bekam bereits staatlichen Kredit

Wegen der höheren Preise sei der Liquiditätsbedarf deutlich angestiegen. „Um diesem zu begegnen, hatten wir bereits unsere Kreditlinien erweitert und unter anderem eine Fazilität der staatlichen KfW in Höhe von zwei Milliarden Euro erhalten, die wir bis heute nicht in Anspruch genommen haben“. Tiina Tuomela, Finanzchefin von Uniper, beklagt Lieferausfälle durch Gazprom.

„Uniper erhält seit 14. Juni lediglich 40 Prozent seiner vertraglich zugesicherten Gasmengen von Gazprom“, sagte sie. Es sei aktuell nicht absehbar, wie sich die ausbleibenden Gaslieferungen auf das Unternehmen auswirken. Uniper kassiere daher seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr.

39 Lieferanten sind in der Energiekrise bereits pleite gegangen

Im vergangenen Jahr waren bereits 39 Energielieferanten pleite gegangen, erklärte die Bundesnetzagentur auf Anfrage von Business Insider. Diese können mit niedrigen Preisen großer Unternehmen nicht mithalten und haben Schwierigkeiten, Verträge mit Kundinnen und Kunden abzuschließen. (mse)

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