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Strompreisbremse: So viel Geld können Sie ab Januar sparen

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Von: Caspar Felix Hoffmann

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Für Privatkunden und kleine Unternehmen soll ab Januar die Strompreisbremse kommen. Haushalte können dadurch mehrere hundert Euro sparen.

Frankfurt – Die Ministerpräsident:innen und die Bundesregierung einigten sich am Mittwoch (2. November) nicht nur auf die Gaspreisbremse, sondern auch auf die Strompreisbremse: Ähnlich wie auch schon beim Gas soll beim Strom der Preis für 80 Prozent des bisherigen Jahresverbrauchs auf 40 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt werden. Diese Regelung gilt für Privatkunden und kleinere Unternehmen. „Die Differenz zwischen dem zu zahlenden Marktpreis und der Deckelung wird als Entlastung monatlich von den Versorgern direkt mit dem Abschlag verrechnet“, heißt es in dem Beschluss von Bund und Ländern.

Die Länder drängten aufgrund der Energiekrise zuletzt auf mehr Tempo bei der Strompreisbremse. Deren Beginn ist nun für Januar geplant. Legt man den aktuellen durchschnittlichen Strompreis zugrunde, können Familien mit Durchschnittsverbrauch dadurch bis zu 320 Euro jährlich sparen, rechnete Check24 nach. Zugrunde lag der aktuelle durchschnittliche Strompreis von 48 Cent pro Kilowattstunde.

Steckdosenleiste mit Kippschalter und Geld.
Bund und Länder haben die Strompreisbremse beschlossen, mit der Bürger und Wirtschaft finanziell entlastet werden sollen. © McPHOTO/B. Leitner/Imago

Strompreisbremse: Familie in Einfamilienhaus kann 320 Euro jährlich sparen

Eine durchschnittliche vierköpfige Familie in einem Einfamilienhaus verbrauche demnach im Schnitt 5000 Kilowattstunden Strom jährlich. Bei einem Strompreis in Höhe von 48 Cent pro Kilowattstunde müssten sie dafür 2400 Euro bezahlen. Mit der Strompreisbremse hingegen kämen sie deutlich günstiger davon: Rund 320 Euro könnten sie dadurch auf das Jahr gerechnet sparen – übrig blieben 2080 Euro. Bei einem geringeren Jahresverbrauch von 4250 Kilowattstunden könnten Familien noch 272 Euro sparen.

Bei Single-Haushalten fielen die Entlastungen – entsprechend dem geringeren Gesamtverbrauch – niedriger aus. Ein durchschnittlicher Single-Haushalt mit einem Verbrauch von 1500 Kilowattstunden hätte ab Januar auf das Jahr gerechnet 96 Euro gespart. Sollte der Verbrauch höher liegen, etwa bei 2500 Kilowattstunden, wären sogar 160 Euro Ersparnis möglich.

Stromverbrauch pro Jahr*Ersparnis durch Strompreisbremse pro Jahr*
5000 Kilowattstunden320 Euro
4250 Kilowattstunden272 Euro
2500 Kilowattstunden160 Euro
1500 Kilowattstunden96 Euro

*Quelle: Check24 (ausgehend von einem Strompreis in Höhe von 48 Cent pro Kilowattstunde)

Soforthilfe, Gas- und Strompreisbremse kosten 200 Milliarden Euro

Die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP plant zudem eine Strompreisbremse für die Industrie: Sie sollen einen Nettopreis von 13 Cent pro Kilowattstunde für ein Strom-Grundkontingent von 70 Prozent des bisherigen Stromverbrauchs bekommen, der sich am Jahresverbrauch im Jahr 2021 bemisst. Die Förderung der Industrie soll unter Beachtung des europäischen Beihilferechts erfolgen.

Die Soforthilfe im Dezember sowie die Gas- und die Strompreisbremse werden grundsätzlich aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) finanziert. Insgesamt stehen dafür 200 Milliarden Euro zur Verfügung. Ein Teil der Strompreisbremse wird zudem über die Abschöpfung von sogenannten Zufallsgewinnen bezahlt. Geplant ist dies für März 2023, allerdings rückwirkend zum 1. September 2022. Erwartet wird ein zweistelliger Milliardenbetrag.

Bei sogenannten Zufallsgewinnen handelt es sich um unerwartete Gewinne mancher Stromerzeuger, weil sich der Strompreis am teuersten Energieträger – dem Gas – orientiert, sie aber Strom billiger produzieren – etwa aus Wind, Sonne oder Atomkraft. Von den Zufallsgewinnen sollen der Bundesregierung zufolge 90 Prozent eingezogen werden. (cas)

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