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VW-Aktien

Der Emir greift zu

  • Frank-Thomas Wenzel
    VonFrank-Thomas Wenzel
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Katar baut seinen VW-Anteil zügig aus. Am Montag können weitere zehn Prozent hinzu kommen. Das Geschäft hätte Folgen für den Deutschen Aktienindex. Von Frank-Thomas Wenzel

Der Emir von Katar wird womöglich sein Ziel schneller als gedacht erreichen. Schon heute könnte er seinen Anteil an VW auf etwa 17 Prozent ausbauen. Laut einer Mitteilung hat sich der Wüstenstaat 6,78 Prozent der Stammaktien des Autobauers gesichert.

Zugleich werden am heutigen Montag Optionen über gut 13 Prozent der VW-Anteile fällig, die die Schweizer Bank Credit Suisse hält. Dahinter stecken mit großer Wahrscheinlichkeit Derivategeschäfte von Porsche, mit denen sich die Zuffenhausener 75 Prozent der VW-Titel sichern wollten.

Der Sportwagenbauer hat sich damit übernommen, er soll nun als zehnte Marke bei Volkswagen eingegliedert werden. Teil dieses Deals ist der Einstieg von Katar.

Das Optionsgeschäft könnte folgendermaßen ablaufen: Credit Suisse übt die Optionen aus und reicht die Papiere an Porsche weiter. Die Zuffenhausener wiederum geben davon einen Großteil an die Investmentgesellschaften des Wüstenstaates weiter.

Das Geschäft hätte Folgen für den Deutschen Aktienindex (Dax). Der Streubesitz an VW-Stammaktien würde unter die Schwelle von zehn Prozent rutschen. Damit wäre ein wichtigstes Kriterium für eine Dax-Mitgliedschaft nicht mehr erfüllt. Die VW-Stämme würden gegen VW-Vorzugspapiere ausgetauscht - Eigentümer dieser Aktien haben im Gegensatz zu den Stammaktionären kein Stimmrecht auf der Hauptversammlung. Am Donnerstag entscheidet die Deutsche Börse über die Zusammensetzung der Indizes.

Klagen gegen Porsche

Derweil droht Porsche neues Ungemach. Medienberichten zufolge werden Schadenersatzklagen wegen Marktmanipulation in Millionenhöhe vorbereitet. Laut Wirtschaftswoche wollen Fonds und Pensionskassen Geld sehen. Im Zuge der gescheiterten Übernahme war der VW-Kurs zeitweise über 1000 Euro geklettert. Am Freitag ging das Papier mit 135 Euro aus dem Handel. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt bereits gegen Porsche - wegen des Verdachts des Insiderhandels und der Marktmanipulation.

Dabei geht es auch um die Frage, ob Porsche Anleger möglicherweise falsch informierte und die Kursentwicklung unzulässig beeinflusste. Bei den Ermittlungen waren auch die Wohnungen des früheren Porsche-Chefs Wendelin Wiedeking und des Ex-Finanzvorstandes Holger Härter durchsucht worden. Porsche bestreitet die Vorwürfe vehement.

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