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Der große Bockkran der Nordseewerke Emden überragt die Wohnhäuser der Stadt. Die Werft soll an einen Windanlagenhersteller verkauft werden.
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Der große Bockkran der Nordseewerke Emden überragt die Wohnhäuser der Stadt. Die Werft soll an einen Windanlagenhersteller verkauft werden.

Thyssen-Krupp verkauft

Emdener Werften fertigen bald Windräder

"Das ist ein schwerer Schlag für den Schiffbau", sagen IG Metall und Betriebsrat: Thyssen-Krupp verkauft die Nordseewerke an den Windanlagenhersteller Siag Schaaf. Die Zukunft des Kieler Werks bleibt offen.

Hamburg. Die Werftenholding Thyssen-Krupp Marine Systems stellt nach Angaben der IG Metall Küste am Standort Emden den Schiffbau ein und verkauft die Nordseewerke an den Windanlagenhersteller Siag Schaaf. Vom Unternehmen war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Der geplante Verkauf des Unternehmensbereichs HDW-Gaarden (Überwasserschiffbau) in Kiel an die Bremerhavener Rönner-Gruppe sei dagegen vom Tisch; die Suche nach Partnern laufe aber weiter, geht aus einer Gewerkschaftsmitteilung hervor.

Auch auf Arbeitgeberseite habe es Kritik an dem Übernahmekonzept von Rönner gegeben, berichtete der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Heino Bade nach der Sitzung des Gremiums. Der Bezirkssekretär ist Schiffbauexperte der Gewerkschaft. TKMS werde ein reiner Rüstungskonzern, kritisierte die Bezirksleiterin, Jutta Blankau. TKMS veröffentlicht Ergebnisse erst am Dienstag.

"Das ist ein schwerer Schlag für den Schiffbau in Norddeutschland", sagte Blankau zur Emden-Entscheidung. TKMS habe sich über den Widerstand der Beschäftigten und die Einwände der niedersächsischen Landesregierung einfach hinweggesetzt. Auch die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat hätten den Verkauf geschlossen abgelehnt, berichtete Bade.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Olaf Berlien habe sein Doppelstimmrecht genutzt. "Wir sind sehr enttäuscht", sagte der Emdener IG Metall-Chef Wilfried Alberts. Heute solle die Belegschaft über die Ergebnisse informiert werden.

Mit Bestürzung reagierte auch der Betriebsratsvorsitzende der Nordseewerke, Fritz Niemeier, auf die Entscheidung. "Ich musste ohnmächtig dem Schauspiel beiwohnen", sagte er. Der Arbeitgeber sei über alle guten Argumente und Solidaritätsbekundungen einfach hinweggegangen und habe seine Pläne "unbedingt durchziehen" wollen. Es werde noch mehrere Spitzengespräche geben, sagte Niemeier. "Aber ich will keine großen Hoffnungen wecken."

Bei der Howaldtswerke Deutsche Werft in Kiel geht die Zitterpartie für die Beschäftigten der Gesellschaft Gaarden trotz des abgesagten Verkaufs weiter. Die Geschäftsleitung wolle 180 Entlassungen gegen den Willen von Betriebsrat und IG Metall durchsetzen. Diese Zahl an Mitarbeitern hätte zu Rönner wechseln sollen.

Zu Blohm + Voss in Hamburg mit seinem Yachtbau und Reparaturbetrieb wurden keinen weiteren Angaben gemacht. (dpa)

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