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Elon Musk: Twitter-Deal auf der Kippe - Übernahme droht zu platzen

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Von: Marvin Ziegele

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Tech-Milliardär Elon Musk will Twitter übernehmen. (Archivbild)
Tech-Milliardär Elon Musk will Twitter übernehmen. (Archivbild) © imago-images

Der Tech-Milliardär Elon Musk plant ein Geschäft mit Twitter. Doch mehrere Aspekte könnten sprechen dagegen.

Austin – Elon Musk will Twitter kaufen. Der Tech-Milliardär erklärt sein Interesse an Twitter damit, dass auf der Plattform die Redefreiheit eingeschränkt sei. Das wolle er ändern. Das bringt ihn in den USA in Einklang mit Konservativen, Corona-Skeptikern und Anhängern von Ex-Präsident Donald Trump, die alle eine „Zensur“ bei Twitter beklagen.

In der Nacht zu Freitag (29. April) gab Musk per Tweet auch ein Stück weiter seine politische Einstellung preis: Er habe seinerzeit Präsident Barack Obama unterstützt, „aber die heutige Demokratische Partei wurde von Extremisten gekapert“.

Elon Musk: Verschiedene Faktoren könnten Twitter-Deal zum Platzen bringen

Doch das Geschäft mit Twitter ist noch nicht abgeschlossen. Musk kündigte an, den Deal mit Twitter durch die Aufnahme von Bankkrediten zu finanzieren und durch etwa 21 Milliarden Dollar seines eigenen Kapitals. Eine Analyse der Washington Post deckt mögliche Faktoren auf, die das Geschäft mit Twitter doch noch zum Platzen bringen könnten.

Zunächst wäre da die Aktie von Twitter, die am Mittwoch auf knapp 49 Dollar sank. Elon Musks eigentlicher Kaufpreis beträgt 54,20 Dollar pro Aktie, was deutlich höher ist. Laut der Post hätten einige Anleger Angst davor, dass das Geschäft mit Twitter scheitern könnte.

Elon Musk und Twitter: Sinkende Tesla-Aktie

Eine weitere, wichtige Aktie ist in diesem Zusammenhang die Tesla-Aktie. Da Musk ankündigte, einen Teil des Twitter-Deals aus seinem eigenen Kapital zu finanzieren, wird ein Teil der 21 Milliarden aus der Beteiligung von Tesla stammen. Elon Musk fungiert als CEO bei Tesla. Nach der Ankündigung der Übernahme von Twitter durch Elon Musk sank die Tesla-Aktie und schmälerte den Wert um rund 100 Milliarden Dollar. Falls dieser Trend sich fortsetzt, könnte die Übernahme von Twitter gefährdet sein, resümiert die Post.

Ein dritter, wichtiger Faktor sind Elon Musks eigene Tweets. Rund 88 Millionen Menschen folgen ihm – und er postet gerne, wahlweise Updates über SpaceX oder auch beliebte Memes. Gleichzeitig sondert Musk auch kontroverse oder marktbewegende Tweets ab. Die Bedingungen für die Übernahme von Twitter erlauben es ihm, über die Übernahme zu twittern, „solange solche Tweets nicht das Unternehmen oder einen seiner Vertreter verunglimpfen“.

Elon Musk will Twitter „zum maximalen Spaß machen“

Seit dem Abschluss des Geschäfts hat er viele Tweets über das Unternehmen gepostet, in denen er sich für die Verschlüsselung privater Nachrichten aussprach und sagte: „Lasst uns Twitter zum maximalen Spaß machen!“ Einige seiner Tweets haben jedoch Twitter-Mitarbeiter und Forscher beunruhigt, die sich mit Belästigung in sozialen Medien beschäftigen. (marv)  

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