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Türkei

Elon Musk unterstützt Erdogan: Tesla-Gigant verhandelt mit der Türkei - und muss Kritik einstecken

  • Delia Friess
    vonDelia Friess
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Recep Tayyip Erdogan und der Tech-Milliardär Elon Musk haben über eine weitere Zusammenarbeit verhandelt. Der Tesla-Chef erntet dafür ordentlich Kritik.

  • Die Türkei plant ihre Macht im Weltall auszubauen. Elon Musk unterstützt den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan dabei.
  • Elon Musk und Erdogan: Türkischer Satellit von SpaceX gestartet, weitere in Planung - Musk in der Kritik.
  • News zu Recep Tayyip Erdogan: Alle Informationen und Hintergründe zum türkischen Präsidenten auf unserer Themenseite.

Ankara / Florida - Es war nicht sein erstes Gespräch mit dem umstrittenen türkischen Präsidenten: Tesla-Chef Elon Musk telefonierte diese Woche wieder mal mit Recep Tayyip Erdogan, wie Bloomberg berichtet. Am Mittwoch, den 27. Januar 2021, hätten Erdogan und der Tech-Milliardär Musk bei einem Telefonat über verschiedene Themen gesprochen. Hauptsächlich soll sich das Gespräch um Raumfahrt-Technologie und Elon Musks Tech-Giganten Tesla gedreht haben, wie das Ministerium in Ankara mitgeteilt haben soll.

Elon Musk und der türkische Präsident Erdogan am 8. November 2017 bei einem gemeinsamen Meeting in Ankara.

Elon Musk besuchte Erdogan in der Türkei: Zusammenarbeit im Bereich Raumfahrt

Erdogan hat für die Türkei offenbar große Ambitionen im Bereich Raumfahrt und Elektromobilität: SpaceX, das Unternehmen von Elon Musk, hatte bereits am 8. Januar 2021 in Florida den türkischen Satelliten TurkSat 5A ins All befördert. Der Satellit wurde von Airbus gebaut. Die Türkei soll planen, weitere Satelliten, darunter Türksat 5B, mit der Hilfe von Elon Musks SpaceX , ins All zu schicken.

Kritik an Elon Musk wegen Zusammenarbeit mit dem türkischen Präsidenten Erdogan

Mit Türksat 5A wolle die Türkei zunächst Orbitalrechte schützen und kommerzielle Dienste mittels Rundfunk und Kommunikation, insbesondere Internetdienste mit dem Ku-Band, für die ländlichen Gebiete bereitstellen, zitiert die Online-Zeitung Hürriyet.de mit Sitz in Deutschland den stellvertretenden türkischen Minister für Verkehr und Infrastruktur, Ömer Fatih Sayan.

Die türkische Regierung und Präsident Erdogan gerieten wegen Angriffen auf die Presse- und Meinungsfreiheit mehrfach in die Kritik. Zahlreiche unabhängige Journalist:innen, Richter:innen etc. sitzen in türkischen Gefängnissen oder wurden entlassen. Auch die Rolle der Türkei im Bergkarabachkonflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan geriet in die Kritik. Elon Musk wurde für die Zusammenarbeit mit der Türkei auch kritisiert, weil das Vorgängermodell Türksat 4B auch Drohnen und Flugkörper anwies, die laut „Human Rights Watch“ in Syrien eingesetzt worden sein sollen. Deshalb kam Kritik auf und es fanden Demonstrationen vor dem SpaceX-Gelände in Florida vor dem Start des Satelliten statt.

Türkei: Tech-Milliardär Elon Musk unterstützt Erdogans Zukunftsinvestitionen

Bereits 2017 reiste der Tech-Milliardär Elon Musk zu Erdogan in die Türkei, um über die Zusammenarbeit mit SpaceX, erneuerbare Energien und Elektromobilität zu sprechen, wie Bloomberg berichtete. Neben dem Ausbau des türkischen Weltraumprogramms investiert Erdogan auch in Elektromobilität und möchte die erste türkische Automarke namens TOGG international etablieren. Dazu wurde auch ein Elektroauto-Werk in der Türkei eröffnet. Auch hierfür soll sich Erdogan von Elon Musk beraten lassen, eine Zusammenarbeit scheint offenbar nicht ausgeschlossen.

Kritik am türkischen Satellitenprogramm und Erdogan: Einsatz für Drohnen in Syrien

Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des „Center Automotive Research“ der Universität Duisburg-Essen, sagte über die türkische Automarke: „Das Investitionsvolumen von 3,3 Milliarden Euro ist ausreichend für einen guten Start. Es ist aber schade um das Geld: Wer bitte soll das Auto kaufen? Wer weltweit erfolgreich sein will, braucht einen Wow-Effekt“. Es brauche einen wie Elon Musk, um beim Kunden das Interesse zu wecken. Trotz der Corona-Pandemie konnte das Unternehmen Tesla von Tech-Milliardär Elon Musk 2020 einen Überschuss von 721 Millionen Dollar (595 Mio Euro) erzielen, wie es am Mittwoch (27.01.2021) mitteilte. Im Vorjahr hatte Tesla noch einen Verlust in Höhe von 862 Millionen Dollar verzeichnet. (Delia Friess)

Rubriklistenbild: © ADEM ALTAN / afp

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