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Ja oder nein? Elon Musk lässt über den Verkauf eines gewichtigen Aktienpakets abstimmen.
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Ja oder nein? Elon Musk lässt über den Verkauf eines gewichtigen Aktienpakets abstimmen.

Aktien im Wert von 21 Milliarden Dollar

Elon Musk lässt auf Twitter über Verkauf von Tesla-Aktien abstimmen: Mehrheit dafür

  • VonMirko Schmid
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Elon Musk hat seine Follower über einen brisanten Deal abstimmen lassen. Mehr als drei Millionen beteiligen sich, die Mehrheit ist für einen Verkauf der Tesla-Aktien.

Update vom 07.11.2021, 20.50 Uhr: Die Abstimmung ist gelaufen und eine Mehrheit hat dafür gestimmt, dass Elon Musk zehn Prozent seiner Tesla-Aktien verkaufen soll. Mit 57,9 zu 42,1 Prozent bei 3.519.252 abgegebenen Stimmen ist Musk nun dazu aufgefordert, seinen Worten Taten folgen zu lassen. Kurz nach Veröffentlichung der Umfrage hatte er nämlich getwittert: „Ich werde mich an die Ergebnisse dieser Umfrage halten, egal in welche Richtung es geht.“ Bislang jedoch hat sich Musk noch nicht wieder auf Twitter geäußert.

Erstmeldung vom 07.11.2021, 18.43 Uhr: Palo Alto - Elon Musk ist aktuell der wohl reichste Mensch der Welt. Dass er damit nicht spielen würde, wäre eine dreiste Falschbehauptung. Erst kürzlich war er mit einem Twitter-Dialog aufgefallen. Wenn ihm schlüssig dargelegt werden könne, dass seine Milliarden ausreichen würden, um den Hunger auf der Welt zu beenden – er würde sie spenden. Damit reagierte er auf einen Aufruf des Chefs der Welthungerhilfe (WFP), David Beasley. Der hatte Milliardäre zu mehr Engagement aufgerufen und vorgerechnet, dass bereits 6 Milliarden US-Dollar ausreichen würden, um 42 Millionen Menschen vor dem Hungertod zu retten.

6 Milliarden, das sind geschätzt etwa zwei Prozent des Vermögens von Tesla-Gründer Elon Musk. Der sprang umgehend auf Twitter darauf an. Er zeigte sich bereit, Tesla-Aktien zu Geld zu machen, um Beasleys Forderung nachzukommen. Natürlich aber nur unter seinen Bedingungen. Die da wären: Eine Erklärung darüber, wie das Geld genau eingesetzt werden soll und eine transparente Buchführung. Nun hat Elon Musk erneut angeboten, einen gewichtigen Teil seiner Aktien zu verkaufen.

Gegen Steuervermeidung: Elon Musk lässt darüber abstimmen, Teile seiner Tesla-Aktien zu verkaufen

Und weil Elon Musk nur Elon Musk ist, wenn er die Öffentlichkeit maximal triggern kann, wählte er erneut Twitter als Plattform. Dort startete er eine auf 24 Stunden angesetzte Abstimmung. Würde eine Mehrheit dafür stimmen, versprach er, würde er zehn Prozent seiner Aktien zu Geld machen. Dies entspräche aktuell etwa einem Gegenwert von 21 Milliarden US-Dollar. Der Hintergrund diesmal: Es werde aktuell viel davon gesprochen, so Musk, dass nicht realisierte Gewinne ein Mittel zur Steuervermeidung seien. Also wolle er ein Zeichen setzen. Die Frage an seine Follower: „Unterstützt ihr das“?

Interessant ist, dass beide hochgradig virale PR-Kampagnen durchaus eine Verbindung haben könnten. Würde Musk tatsächlich zehn Prozent seiner Aktien verkaufen, wäre es ihm ein Leichtes, der WFP ihren Wunsch nach 6 Milliarden Dollar gegen den Welthunger zu erfüllen. Deren Chef David Beasley hatte Musk auf Twitter bereits ein Gespräch angeboten, um Musk in Buchführung und Geldflüsse seiner Organisation einzuführen. Und um dem Tesla-Chef zu erklären, wie mit dem Geld dafür gesorgt werden könne, geopolitischer Instabilität vorzubeugen, Massenmigration zu verhindern und 42 Millionen Menschen, die am Rande des Verhungerns stehen, zu retten.

Tesla-Gründer Elon Musk hat den Finanzmarkt schon mehrfach erbeben lassen

Schon in der Vergangenheit hatte Elon Musk mit seinen Tweets den Finanzmarkt erbeben lassen. Nur zwei seiner Tweets reichten aus, um den Kurs der Kryptowährung Bitcoin erst rapide sinken und anschließend wieder in die Höhe schnellen zu lassen. Musk war es auch, der den eigentlich als Spaß gedachten Dogecoin mit einem einzigen Tweet salonfähig machte und dessen Wert um mehrere hunderte Prozent steigen ließ.

Mit seiner Vorliebe für die direkte Kommunikation auf Twitter und seinen schillernden Auftritten bleibt Musk der Popstar unter den reichsten Menschen der Welt. Ob er nun auch derjenige sein wird, der den Hunger auf der Welt quasi im Alleingang zurückdrängt, wird sich zeigen. Sicher ist, dass ihn die damit einhergehende Aufmerksamkeit nicht abschrecken würde. (Mirko Schmid)

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