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Elon Musk, Chef der Weltraumfirma SpaceX und Tesla-CEO.
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Elon Musk, Chef der Weltraumfirma SpaceX und Tesla-CEO.

Private Raumfahrt

Elon Musk warnt vor Bankrott von Raumfahrtfirma SpaceX

  • Tanja Banner
    VonTanja Banner
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SpaceX-Gründer Elon Musk schickt seinen Angestellten eine drastische Warnung, auch von einer drohenden Insolvenz ist die Rede. Was steckt dahinter?

Hawthorne – Eigentlich geht es dem privaten US-Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk derzeit gut, sollte man denken. Die Rakete „Falcon 9“ transportiert zuverlässig Fracht – zuletzt die „Dart“-Asteroiden-Mission der Nasa – in den Erdorbit, das Unternehmen ist mit seinem „Starlink“-System der größte Satelliten-Betreiber und arbeitet an einem großen Nasa-Auftrag im Rahmen der nächsten Mondlandung. Doch nun schlägt SpaceX-Gründer Elon Musk Alarm: Wenn SpaceX es nicht schaffe, mehr Triebwerke für das neue Raumschiff „Starship“ zu bauen, drohe die Firma, bankrott zu gehen, schreibt Musk in einem Brief an die Belegschaft, aus dem das US-Raumfahrtportal „Space Explored“ zitiert.

In dem Brief beschreibt Musk die „Produktionskrise“ bei den Raptor-Triebwerken als „viel schlimmer als sie vor ein paar Wochen aussah“. Der Milliardär, dessen Unternehmen in den vergangenen Monaten mehrere Abgänge leitender Mitarbeiter verzeichnet hat, beschreibt auch, was das seiner Ansicht nach für das Unternehmen SpaceX bedeutet: „Wenn wir nicht genug zuverlässige Raptors bauen, können wir das Starship nicht fliegen, was bedeutet, wir können die Starlink-Satelliten der Version 2 nicht fliegen.“ Die „Starlink“-Satelliten der ersten Version, die derzeit die Erde umkreisen, seien „finanziell schwach“, während die Version 2 „stark“ sei, erklärt Musk. Die „Falcon 9“-Rakete habe nicht genügend Platz, um die Satelliten in die Umlaufbahn zu transportieren.

Elon Musk warnt vor SpaceX-Pleite – Mehr Triebwerke für „Starship“ bauen

Seine Botschaft an die Belegschaft hat Musk „Space Explored“ zufolge vor Thanksgiving verschickt. Er betont darin, dass es sein „erstes freies Wochenende seit einer langen Zeit“ sein sollte, nun werde er jedoch die ganze Nacht und auch am Wochenende im SpaceX-Werk arbeiten. Seine Angestellten ruft er dazu auf, es ihm nachzutun: „Wir brauchen alle Leute an Deck, um uns von dieser Katastrophe zu erholen.“ Zum Ende seiner Botschaft hat Musk noch eine besonders schlechte Nachricht für seine Angestellten: „Wir sind einem echten Insolvenzrisiko ausgesetzt, wenn wir nächstes Jahr nicht mindestens alle zwei Wochen ein Starship starten können.“

SpaceX arbeitet für die Nasa an einer Mondlandefähre

Das „Starship“ soll in Zukunft zum Mond und zum Mars fliegen. Bisher gibt es mehrere Prototypen, bei einem „Starship“ gelang der Testflug. Für 2022 steht der erste orbitale Testflug an. SpaceX arbeitet derzeit für die US-Raumfahrtorganisation Nasa daran, das riesige Raumschiff als Mondlandefähre für die nächste Mondlandung zu entwickeln. Langfristig gesehen will Elon Musk mit dem „Starship“ den Mars besiedeln – das ist auch das eigentliche Ziel, das er mit SpaceX verfolgt. Derzeit hat SpaceX mehrere weitere Verträge mit der Nasa: Unter anderem beliefert der Raumtransporter „Dragon“ die ISS mit Fracht, das Raumschiff „Crew Dragon“ bringt Astronaut:innen wie erst kürzlich Matthias Maurer zur Internationalen Raumstation ISS und wieder zurück.

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Es ist eher unwahrscheinlich, dass SpaceX mit diesen Verträgen im Rücken pleitegeht. Außerdem wird SpaceX an der Börse mit mehr als 100 Milliarden US-Dollar bewertet. Sorge um eine Insolvenz muss sich das Unternehmen von Elon Musk also nicht machen. Musks Brief dürfte eher als eine Art „Weckruf“ an seine Angestellten zu verstehen sein. (tab)

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