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Das waren die Anfänge: Vorstellung des "E-Up" auf der Automesse in Frankfurt im Jahr 2009.
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Das waren die Anfänge: Vorstellung des "E-Up" auf der Automesse in Frankfurt im Jahr 2009.

Volkswagen

Elektroautos sollen für VW die Wende bringen

VW-Chef Müller bittet wegen des Abgasskandals um Verzeihung und kündigt an, Elektroautos solllten zum „neuen Markenzeichen“ des Konzerns werden. Bis 2020 seien mehr als 20 Modelle geplant.

Mitten in der wohl schwersten Krise seiner Unternehmensgeschichte versucht sich Volkswagen am großen Sprung in die Zukunft: Mit hohen Investitionen in Elektromobilität, selbstfahrenden Autos und digitalen Transportdienstleistungen will Deutschlands größter Autokonzern den Abgas-Skandal hinter sich lassen. „2016 wird für uns ein Jahr des Übergangs sein, in dem wir den Wandel beschleunigen“, sagte Vorstandschef Matthias Müller am Donnerstag.

Die Autobranche stehe vor einem „epochalen Wandel“, der eine Neuausrichtung des Unternehmens erfordere. Elektroautos sollten zu einem „neuen Markenzeichen“ von Volkswagen werden, kündigte Müller bei der Bilanzpressekonferenz in Wolfsburg an. Es seien bis 2020 mehr als 20 neue Modelle geplant.

Zugleich führten veränderte Kundenwünsche infolge der digitalen Vernetzung zu neuen potenziell sehr lukrativen Geschäftsmodellen. VW arbeite derzeit intensiv an „vielversprechenden Ideen“ zu Mobilitätsdienstleistungen, die Gespräche seien „weit fortgeschritten“, sagte Müller. Gemeint sind unter anderem Angebote wie Carsharing, die zunehmend beliebter werden. Andere Autobauer sind hier schon aktiv.

Milliarden-Verlust angehäuft

Müller bat wegen des Abgas-Skandals um Verzeihung. „Das tut uns aufrichtig leid.“ VW habe „Grenzen überschritten“. Bei der Beseitigung der Mängel wird die Umrüstung der Golf-Modelle vorgezogen. Von kommender Woche an sollen europaweit rund 15 000 bestimmte Modelle des Golf TDI Blue Motion zurückgerufen werden. Ursprünglich sollte zunächst der Passat an der Reihe sein.

VW hatte im Herbst nach Ermittlungen von US-Behörden eingeräumt, die Abgaswerte von elf Millionen Diesel-Pkw verschiedener Konzernmarken durch technische Tricks gesenkt zu haben. Die Aufdeckung des Skandals stürzte den Konzern in eine tiefe Krise.

Wegen der Rückstellungen von 16,2 Milliarden Euro für Rechtsstreitigkeiten, Mängelbeseitigung und Rückkäufe häufte VW 2015 einen Verlust von 1,582 Milliarden Euro an. Auch 2016 werde wegen der Folgen des Skandals und des weltweit ohnehin schwierigen Marktumfelds „noch einmal ein sehr anspruchsvolles Jahr“, sagte Müller. Der Umsatz werde voraussichtlich unter dem des Vorjahres liegen. Er betonte zugleich, dass VW „auch in harten Zeiten“ zu seiner „sozialen Verantwortung“ für die Mitarbeiter stehe. Die Bundestagsfraktionen von Linkspartei und Grünen wollen indes von einem Untersuchungsausschuss klären lassen, wie es zu geschönten Stickoxid-Werten bei VW und anderen Herstellern kommen konnte und wie eng deutsche Behörden mit den Autokonzernen verbandelt sind. afp/thk

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