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Der „eGo Life“ ist förderfähig.

Elektromobilität

E-Auto-Förderung: Mehr Geld vom Staat

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Die Prämie für den E-Auto-Kauf steigt auf bis zu 6000 Euro. Die FR erklärt, wer sie bekommt.

Wer ein Elektroauto kaufen will, kann dafür nun deutlich mehr Geld vom Staat einstreichen – bis zu 6000 Euro statt bisher 4000. Dass soll den bisher schwachen Absatz ankurbeln. Die Bundesregierung hatte die Förderung durch den „Umweltbonus“ bereits im vorigen September in ihrem Klimaschutzprogramm beschlossen. Sie wurde aber erst jetzt von der EU abgesegnet.

Wie viel Prämie gibt es?

Neben reinen Batterie-Elektrofahrzeugen werden auch bestimmte Plug-in-Hybride gefördert. Für E-Autos mit einem Netto-Listenpreis beim Basismodell unter 40 000 Euro gibt es 6000 Euro – 3000 vom Hersteller und 3000 von Staat. Bei teureren Autos beträgt der Bonus 5000 Euro. Die Zuschüsse für Plug-in-Hybride sind niedriger. Bis zu einem Listenpreis von 40 000 Euro gibt es 4500 Euro Prämie, darüber 3750. Förderfähig sind auch „Junge Gebrauchte“, deren Erstzulassung maximal zwölf Monate zurückliegt und die nicht mehr als 15 000 Kilometer gefahren wurden – aber nur, wenn für sie noch keine Prämie beantragt wurde.

Wie bekommt man den Zuschuss? 

Käufer müssen den Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) in Eschborn stellen, und zwar auf der Homepage www.bafa.de, Stichwort: „Elektromobilität“. Anders als früher gibt es hier nun ein vereinfachtes, einstufiges Verfahren. Bei der Antragstellung muss das Auto bereits zugelassen sein. Einzureichen sind Fahrzeugrechnung und Zulassungsbescheinigung respektive der Leasingvertrag, bei Gebrauchtfahrzeugen zudem eine Gutachterbestätigung über die Laufleistung. Nach einer Prüfung durch das Bafa wird der Bundesanteil des Umweltbonus auf das Konto des Käufers überwiesen. Die Prämie kann für beliebig viele Fahrzeuge beantragt werden. Wer in den letzten Monaten ein E-Auto mit dem niedrigeren Zuschuss gekauft hat, kann den Zusatzbonus bekommen. Dazu müssen Hersteller oder Händler aber den Eigenanteil erhöhen.

Gibt es die Prämie unbegrenzt?

Den Umweltbonus gibt es für E-Autos, die seit dem 5. November 2019 erstmals zugelassen wurden, also auch rückwirkend. Die Förderung läuft grundsätzlich bis zum 31. Dezember 2025, kann aber auch früher enden, falls der Fördertopf früher leer ist. Allerdings gibt es die Prämie nur für eines der rund 200 „förderfähigen“ Automodelle, die sich in einer Liste auf der Bafa-Homepage finden. Bei Plug-In-Hybriden etwa kommt es darauf an, dass sie eine Mindeststrecke rein elektrisch fahren können und dass ihre Emissionen nicht über 50 Gramm CO2 pro Kilometer liegen.

Welche Automodelle gibt es am Markt und was kosten die jetzt nach Abzug der Prämie?

Die Bafa-Liste der förderfähigen Autos wird laufend aktualisiert, derzeit umfasst sie rund 200 Einträge, vom kleinen „e.Go Life“, der dank Prämie nur noch 9900 Euro netto kostet, bis zum Tesla S, der dann auf 55 000 Euro kommt; jeweils ohne Sonderausstattung. Neben Pkw sind auch Nutzfahrzeuge wie der VW e-Crafter gelistet. Die Förderung bewirkt, dass viele Modelle preislich deutlich näher an vergleichbare Benziner oder Diesel herankommen. Ein VW e-Golf kostet so netto 24 300 Euro, ein Renault Zoe 21 200. Hinzu kommt bei reinen E-Autos die Befreiung von der Kfz-Steuer für zehn Jahre.

Ist die Förderung klimapolitisch sinnvoll?

Dem Klima bringt sie kurzfristig wenig. Laut Ifeu-Institut Heidelberg muss ein E-Auto beim derzeitigen Strommix und derzeitiger Batterieproduktion als den beiden Hauptfaktoren im Schnitt 150 000 Kilometer fahren, bevor es in der Gesamtbilanz weniger CO2 verursacht als ein Benziner oder Diesel. Allerdings sind hier Fortschritte zu erwarten – der Ökostromanteil soll steigen und die Batterieherstellung klimafreundlicher werden. Die Förderung ist sinnvoll, um die Umstellung auf E-Mobilität endlich in Gang zu bringen. Allerdings ist die Frage, ob sie auch bei Autos, die 40 000 Euro netto aufwärts kosten, nötig ist und warum eigentlich E-Bikes nicht vergleichbar gefördert werden.

Für wen lohnt sich damit ein Elektroauto?

Wer die Anschaffung eines Neuwagens plant, sollte einen Wechsel zum Batterie-Stromer ernsthaft erwägen. Autoexperten schätzen, dass E-Autos in fünf Jahren unter dem Strich billiger sein werden als Verbrenner, da die ab 2021 eingeführte CO2-Steuer auf Sprit steigt und auch die sonstigen Betriebskosten geringer sind. Der Haupt-Knackpunkt ist allerdings: Kommt man mit den bei vielen Autos immer noch begrenzen Reichweiten pro Batterieladung hin und hat man die Möglichkeit, bequem und zuverlässig nachzuladen? Im Vorteil sind hier Eigenheimbesitzer mit Garage und Ladestation sowie Autofahrer, die etwa am Arbeitsplatz „tanken“ können. Plug-In-Hybride haben diese Probleme nicht, allerdings ist ihr Umweltnutzen noch stärker umstritten als der der reinen Stromer.

Soll man jetzt also umsteigen – oder besser noch warten?

Die Förderung ist hoch, und bei wem die genannten Rahmenbedingungen stimmen, der sollte umsteigen. Es sei denn, er wartet auf ein spezielles Modell. Die Autobauer haben einige wichtige Neuheiten angekündigt, VW zum Beispiel den ID.3, der als erstes Modell des Konzerns als E-Modell entwickelt wurde und daher bessere Fahrleistungen verspricht.

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