Sortiment

Einheitliche Marken

Aldi Nord und Süd gleichen ihre Eigenprodukte an.

Millionen Aldi-Kunden müssen sich auf Veränderungen bei vielen vertrauten Produkten gefasst machen: Denn die Schwesterunternehmen Aldi Nord und Aldi Süd wollen nach Jahrzehnten der Eigenbrötelei ihre Eigenmarken vereinheitlichen. „Aldi Süd wird Marken von Aldi Nord übernehmen und umgekehrt. Das ist in etwa paritätisch aufgeteilt“, sagt Aldi-Nord-Manager Thomas Heinböckel. Betroffen sind immerhin zwei Drittel des Sortiments des Discount-Marktführers.

„Bereits Ende 2020 soll der Großteil der Eigenmarken im Standardsortiment und bei den Aktionsartikeln identisch sein“, kündigten die Unternehmen am Donnerstag an. Betroffen sind rund 1000 Produkte, die bislang bei den Schwesterunternehmen unter unterschiedlichen Markennamen und teilweise auch mit unterschiedlichen Rezepturen angeboten wurden.

„Bei einigen Produkten kann es sein, dass lediglich die Verpackung neu gestaltet wird. Andere Segmente gestalten wir komplett um – neuer Markenauftritt, neue Sorten und teilweise eine optimierte Rezeptur“, betonte Aldi-Süd-Manager Simon Gelzer. Der Schritt bedeute aber keine völlige Vereinheitlichung des Sortiments. Etwa ein Drittel der angebotenen Produkte werde weiterhin unterschiedlich sein. Dies gelte besonders für regionale Produkte.

Aldi will durch die Sortimentsharmonisierung Kosten sparen. Denn der Discounter steht unter Druck. Nach einer aktuellen Marktstudie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) steigerten die Supermarktketten Edeka, Rewe & Co. ihre Umsätze 2019 um rund drei Prozent. Die Discounter wie Aldi und Lidl schafften dagegen insgesamt nur ein Plus von 0,9 Prozent – und wie in der Branche zu hören ist, hat Erzrivale Lidl dabei die Nase vorn. (dpa)

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