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Bosch will  Überkapazitäten bei seinen Masken  extern zur Verfügung stellen.

Atemschutz

Eine halbe Million Masken pro Tag

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Bosch produziert Gesichtsmasken für die eigene Belegschaft und will Überkapazitäten abgeben.

Zum Schutz vor Infektionen und zur Eindämmung des Coronavirus produziert die Firma Bosch aus Stuttgart ab sofort Mund-Nasen-Bedeckungen. In den nächsten Wochen sollen die Werke wieder hochgefahren und mehr als eine halbe Million Masken pro Tag produziert werden. Gesichtsmasken gelten in Kombination mit anderen Hygienepraktiken als geeignete Maßnahme, Neuansteckungen mit Covid-19 zu verringern.

Laut Volkmar Denner, dem Vorsitzenden der Bosch-Geschäftsführung, ist die Eindämmung des Coronavirus eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. „Indem wir unsere Mitarbeiter mit Masken aus Eigenproduktion ausrüsten, tragen wir dazu bei, den Markt zu entlasten“, sagte Denner. Zudem schaffe Bosch die Voraussetzungen für ein sicheres Wiederhochfahren der Werke und den Schutz seiner Beschäftigten. In nur wenigen Wochen hatte der Bosch-Sondermaschinenbau eine vollautomatisierte Anlage zur Produktion der Atemschutzmasken entwickelt; diese soll nun an mehreren Standorten aufgebaut werden – nämlich in Stuttgart-Feuerbach, Naganathapura, Indien und Juárez, Mexiko sowie im Rexroth-Werk in Erbach (Odenwald). Dort sollen ab Ende Juni insgesamt mehr als zehn Millionen Masken pro Monat gefertigt werden. „Mit dem Einsatz unserer Spezialanlagen verringern wir Abhängigkeiten“, sagte Denner. „Masken lassen sich vor Ort herstellen – dort, wo sie benötigt werden.“ Die Konstruktionspläne für das Anlagenkonzept stellen die Stuttgarter auch anderen Unternehmen kostenfrei zur Verfügung.

Die Mund-Nasen-Bedeckungen sollen vorwiegend die weltweit über 400.000 Bosch-Mitarbeiter vor einer Covid-19-Infektion schützen. Die Masken dienen im Gegensatz zu den einfachen OP-Masken auch dem Schutz der Träger vor Körperflüssigkeiten anderer Menschen und entsprechen europäischer Norm. Überkapazitäten will Bosch extern zur Verfügung stellen.

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