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Optiker in der Corona-Krise

Eine andere Sicht auf die Pandemie

  • Nina Luttmer
    VonNina Luttmer
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Manch ein Brillenladen profitiert in der Krise / Maskenpflicht führt offenbar zu mehr Schäden an Brillen

Die Besitzerin eines kleinen Optikerladens in der Frankfurter Innenstadt lacht, als sie sagt: „Also aus unserer Sicht kann die Maskenpflicht auf ewig bestehen bleiben. Unsere Geschäfte laufen dadurch bombig.“ Natürlich wünscht sie den Menschen die dauerhafte Maskenpflicht nicht wirklich – aber dass diese dem Umsatz ihres Ladens gutgetan hat, stimmt.

„Es kommen sehr viele Menschen hierher, die ihre Brille oder zumindest deren Bügel wegen der Maskenpflicht aus Versehen zerstört haben“, sagt sie. Da vergessen Menschen vor Abnahme der Maske, die Brille abzusetzen – und sie fällt auf den Boden. Oder die Bügel verheddern sich in den Bändern der Maske und gehen dadurch kaputt.

Allerdings scheinen nur einzelne Läden davon zu profitieren – und dann vor allem die kleinen Unternehmen und Mittelständler. „Während seit Jahrzehnten die Umsätze der großen Filialbetriebe stärker wachsen als die des Mittelstandes, trifft dies für 2020 nicht zu“, sagt Sarah Köster, Sprecherin des Zentralverbands der Augenoptiker und Optometristen. Im Corona-Jahr 2020 sind die Umsätze der Branche, anders als in den Jahren zuvor, nach vorläufigen Zahlen geschrumpft – bei mittelständischen Betrieben um etwa drei Prozent, bei den großen Filialisten um deutlich mehr. „Für die Gesamtbranche gehen wir derzeit von einem Umsatzminus von 7,5 Prozent aus“, sagt Köster.

Der umsatzstärkste deutsche Filialist Fielmann hat bereits vorläufige Geschäftszahlen vorgelegt: Beim Konzernumsatz gab es ein Minus von 6,25 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro, der Gewinn vor Steuern brach gar um 33 Prozent auf 170 Millionen Euro ein.

Weniger Kontaktlinsen

„Man kann mutmaßen, dass Kunden während des Lockdowns lange Warteschlangen und volle Geschäfte bei den großen Ketten mieden. Auch Einkaufszentren beziehungsweise Innenstädte, wo sich die Filialbetriebe meist befinden, waren und sind insbesondere während des Lockdowns deutlich weniger frequentiert“, sagt Köster.

Sie verweist auch auf eine weitere Besonderheit des vergangenen Jahres: Der Markt für Kontaktlinsen sei geschrumpft. „Hier liegt die Vermutung nahe, dass viele Gelegenheitskontaktlinsenträger, die diese Sehhilfe überwiegend zum Ausgehen, auf Reisen oder beim Sport nutzen, vermehrt Brille getragen haben“, sagt Köster.

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