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Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick.

Arcandor

Eick hofft auf Großaktionärin Schickedanz

Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick erhofft sich von seiner Großaktionärin Madeleine Schickedanz Hilfe für die Rettung des Essener Konzerns. Er glaubt nicht an ihre angebliche Geldnot.

Düsseldorf. Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick erhofft sich von seiner Großaktionärin Madeleine Schickedanz Hilfe für die Rettung des Essener Konzerns. Er glaube nicht, dass die frühere Milliardärin und ihr Umfeld kein Geld mehr hätten, um sich an einer Sanierung von Arcandor zu beteiligen, sagte Eick der Rheinischen Post.

Frau Schickedanz und ihre Familie waren vor zwei Monaten bereit, sich an einer Kapitalerhöhung von Arcandor zu beteiligen. Es wäre eine wichtige Geste, nach Vorlage des neuen Konzeptes sehr ernsthaft zu prüfen, dieses ebenfalls zu unterstützen.

Die Muttergesellschaft von Karstadt und Quelle war in die Insolvenz gerutscht und hatte angekündigt, bis Ende August ein Sanierungskonzept vorzulegen. Um frisches Kapital aufzutreiben, rede er bereits mit einer Handvoll möglicher neuer Investoren im In- und Ausland, sagte Eick. Dazu gehörten auch Private-Equity-Gesellschaften.

Über das weitere Schicksal der nicht von der Insolvenz betroffenen Tourismustochter Thomas Cook (Neckermann-Reisen) entschieden die Banken, an die die Aktien schon vor längerer Zeit verpfändet wurden. Thomas Cook ist eine fantastische Firma. In guten Zeiten könnten die Arcandor-Anteile bis zu 1,5 Milliarden Euro bringen. Im Falle eines Verkaufs gilt der Kölner Rewe-Konzern (ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg) als Favorit für die Sparte.

Die Warenhauskette Karstadt und das Versandhaus Quelle will Eick enger als bisher zusammenführen und beispielsweise beim Einkauf und in der IT Synergien schöpfen. Damit das so entstehende Handelsunternehmen auch profitabel werde, sollten die Vermieter der Karstadt-Immobilien Mietsenkungen zustimmen. (dpa)

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