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Allianz hat 2008 einen Verlust von 2,4 Milliarden Euro eingefahren. (Symbolbild)
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Allianz hat 2008 einen Verlust von 2,4 Milliarden Euro eingefahren. (Symbolbild)

Allianz

Dresdner beschert Milliardenverlust

Europas größter Versicherungskonzern Allianz hat 2008 Miese in Höhe von 2,4 Milliarden Euro gemacht. Verlustbringer war die inzwischen verkaufte Dresdner Bank.

München. Die Dresdner Bank hat Europas größten Versicherungskonzern Allianz im vergangenen Jahr überraschend tief in die roten Zahlen gerissen. Unterm Strich stand ein Verlust von 2,4 Milliarden Euro, wie die Allianz am Donnerstag in München mitteilte. Ohne die inzwischen an die Commerzbank verkaufte Dresdner Bank hätte der Versicherungskonzern vier Milliarden Euro Gewinn gemacht.

Allerdings belastete die Finanzkrise auch das Versicherungsgeschäft. Eine Prognose für 2009 wollte Vorstandschef Michael Diekmann wegen der weiterhin schwierigen Lage am Kapitalmarkt nicht abgeben. Die Dividende für die Aktionäre soll um ein Drittel auf 3,50 Euro gekürzt werden.

Die Dresdner Bank und das übrige nicht fortgeführte Geschäft habe das Jahresergebnis mit 6,4 Milliarden Euro belastet, teilte die Allianz mit. Der Verkauf an die Commerzbank wurde am 12. Januar abgeschlossen. Die Allianz ist jetzt aber mit 14 Prozent an der Commerzbank beteiligt, die soeben aus dem Rettungsfonds des Bundes mit Milliarden gestützt werden musste.

Die operativen Verluste der Dresdner Bank, sowie eine Abschreibung auf den Buchwert summierten sich bis Ende September auf 3,5 Milliarden Euro. Hinzu kamen im vierten Quartal Verluste von 2,7 Milliarden Euro aus der Änderung des Verkaufsvertrags vom vergangenen August und aus der Wertminderung des Allianz-Anteils an der Commerzbank.

Der Umsatz des Allianz-Konzerns sank im vergangenen Jahr um fünf Prozent auf 92,5 Milliarden Euro, das operative Ergebnis fiel um 28 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro. Vor allem Lebensversicherung und Vermögensverwaltung verzeichneten Umsatz- und Gewinneinbußen, teilte das Unternehmen mit. Die wichtigste Säule, die Sachversicherung, sei dagegen weitgehend unbeeinträchtigt.

Keine Prognose fürs laufende Jahr

Das größte Geschäftsfeld Schaden- und Unfallversicherung konnte seine Prämieneinnahmen sogar leicht steigern. Wegen höherer Schadenbelastungen sank das operative Ergebnis trotzdem um zehn Prozent auf 5,6 Milliarden Euro.

Im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft sanken die Prämieneinnahmen um zehn Prozent, weil fondsgebundene Lebensversicherungen und der Vertrieb über die Bankschalter einbrachen. Das operative Ergebnis brach um zwei Drittel auf 1,2 Milliarden Euro ein - auch, weil die Kapitalanlagen weniger abwarfen. Das operative Ergebnis der in den vergangenen Jahren stark gewachsenen Vermögensverwaltung fiel um ein Drittel auf unter eine Milliarde Euro.

Vorstandschef Diekmann betonte: "Die Allianz steht solide da." Wegen der anhaltend schwierigen Bedingungen am Kapitalmarkt seien zuverlässige Aussagen über Erträge im laufenden Jahr aber unmöglich.

Die Allianz hatte erst einmal in ihrer 119-jährigen Geschichte einen Verlust gemacht: Nach dem Börsenabsturz im Jahr 2002 war sie auch wegen der Belastung durch die damals frisch übernommene Dresdner Bank drei Milliarden Euro tief ins Minus gerutscht. (ap)

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