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Neuer Bericht: Kalte Progression kostet Steuerzahler 3,3 Milliarden Euro.

Die Steuerzahler werden in diesem Jahr durch die kalte Progression mit 3,3 Milliarden Euro mehr belastet. Das ergibt sich aus dem Entwurf des Bundesfinanzministeriums für den „Dritten Steuerprogressionsbericht“. Betroffen sind danach rund 32 Millionen Steuerpflichtige mit einer durchschnittlichen Mehrbelastung von 104 Euro im Jahr. 2019 steigt der Effekt dann auf ein Volumen von insgesamt 3,8 Milliarden Euro.

Das Problem der kalten Progression entsteht, wenn Einkommens- und Lohnerhöhungen nur die Inflation, also die Teuerung von Produkten, ausgleichen,. Damit steigt die Kaufkraft kaum. Durch den Tarifverlauf bei der Einkommenssteuer müssen dennoch mehr Steuern an den Fiskus gezahlt werden. Deshalb wird auch von einer verdeckten oder heimlichen Steuererhöhung gesprochen.

Die Bundesregierung hat allerdings bereits beschlossen, die Folgen der kalten Progression durch eine Tarifänderung in den Jahren 2019 und 2020 zu kompensieren. Durch das Familienentlastungsgesetz bekommen die Steuerzahler sogar etwas mehr Geld zurück, als nötig gewesen wäre: Bei der Formulierung des Gesetzentwurfs im Sommer war die Regierung von einer höheren Inflation ausgegangen.

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