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Welcher Kühlschrank darf es denn sein? Für viele Verbraucher:innen ist das Energielabel eine Entscheidungsgrundlage. Foto: Imago Images
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Welcher Kühlschrank darf es denn sein? Für viele Verbraucher:innen ist das Energielabel eine Entscheidungsgrundlage.

Neue Energieeffizienzlabel

Die alten Energielabel haben ausgedient

  • VonHanna Gersmann
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Wie effizient ist ein Elektrogerät? Händler müssen ab dem 1. März veränderte Angaben machen. Verbraucherschützerinnen und Verbraucherschützer begrüßen das.

Eigentlich hörte sich das gut an: Energieeffizienzklasse A+++. Oder: A++. Auch A+ klang noch vielversprechend. Aus. Vorbei. Ab dem 1. März dürfen Fernseher und Monitore, Geschirrspüler und Kühl- sowie Gefriergeräte, Waschmaschinen und kombinierte Waschtrockner nur noch mit dem neuen Energielabel in den Handel kommen – die Stufen auf der grün bis roten Ampelskala reichen dann nur noch von A bis G. Und nicht mehr von A+++ bis D.

„Selbst die bisher klassenbeste Waschmaschine mit A+++ bekommt dann vielleicht nur noch ein B oder C“, sagt Daniel Kastner, der für die Stiftung Warentest das Label unter die Lupe genommen hat. Nur die wenigsten Geräte, die es bisher gibt, schafften es noch in die A-Klasse. Das Gros der Geräte, die heute eine gute Energieeffizienz aufweisen, entspricht voraussichtlich eher D. Der Grund: Die EU hat die Kriterien verschärft. Kastner sagt: „Sie will damit Herstellern Druck machen, noch effizientere Geräte zu bauen.“

Es lasse sich nun leichter erkennen, welche Gerätemodelle wirklich effizienter sind, urteilt die Verbraucherzentrale NRW. Sie erklärt: Die Label werden „aussagekräftiger“. Zuletzt – also mit dem alten Label – hätten beispielsweise bei Kühlschränken fast alle Modelle in den Bestklassen gelegen, Unterschiede fielen kaum mehr auf.

Neu ist auch ein QR-Code oben rechts auf dem Label. Wer ihn mit dem Handy scannt, erhält mehr Informationen zu dem Gerät. Im unteren Teil der Etikette haben sich zudem manche Symbole mit ihren Zusatzinformationen verändert. Wie ist das Label zu verstehen? Beispiele für einige Geräte:

Waschmaschinen: Das A und O für die Angaben auf dem Label ist das Energiesparprogramm Eco 40–60, das alle neuen Waschmaschinen ab dem 1. März haben müssen. Der Stromverbrauch wird pro 100 Waschzyklen angegeben, der Wasserverbrauch pro Waschzyklus. „Auf dem alten Label stand jeweils der Jahresverbrauch, was vielen wohl weniger sagte“, meint Warentester Kastner. Anders als bisher werden auch Füllmenge pro Waschladung und die Dauer des Eco-Spülgangs genannt. Geblieben ist die Schleudereffizienz, welche ebenfalls der A bis G- Skalierung folgt. In puncto Lärm steht auf dem Label nur noch der Spitzenwert beim Schleudern und nicht mehr beim Waschen, dafür gibt es vier Schallemissionsklassen: A bekommt, wer leiser schleudert als 73 Dezibel, D gibt es ab 81 Dezibel.

Kühlschränke: Angegeben werden die Energieeffizienz und der Stromverbrauch, wie bisher pro Jahr. Experte Kastner ärgert sich über eine Angabe, die „wenig lebensnah“ sei: Das Volumen des Kühlschranks werde, anders als bisher, so berechnet als seien alle Schubläden und Zwischenböden rausgenommen. Dabei stapele niemand seine Lebensmittel vom Boden bis an die Decke, so Kastner. Heißt: Das Volumen kann auf dem neuen Label größer sein als zuvor. Bei den Schallemissionen reicht die Skala von A für unter 30 Dezibel bis D für 42 Dezibel und mehr.

Fernseher: Die Energieeffizienzklasse bezieht sich auf den Standardmodus, SDR, und die Bilddiagonale. Selbst wenn sie mehr Strom verbrauchen als kleine, können größere Geräte so oft eine gute Effizienzklasse erreichen. Der angegebene Stromverbrauch gilt für 1000 Stunden Normalbetrieb. Zudem wird auch der höhere Verbrauch und die Effizienzklasse im HDR-Modus – HDR-Bilder zeigen kräftigere Farben und Kontraste – ausgewiesen. Neu ist neben der Angabe der Bilddiagonalen in Zentimetern und Zoll auch die Auflösung in Pixeln.

14 Tage haben Händler ab dem 1. März Zeit, auf Elektrogeräte, die schon vor März in den Läden standen, das neue Label aufzukleben. Nur Auslaufmodelle dürfen das alte Label behalten, müssen jedoch bis zum 30. November 2021 verkauft werden - da winken Verbaucher:innen womöglich Rabatte.

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