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Gas-Abschlag im Dezember: Wie viel Geld es gibt – und für wen

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Von: Hannah Decke

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Aufgrund der steigenden Energiekosten sollen Bürgerinnen und Bürger durch eine Einmalzahlung im Dezember entlastet werden – Hier ein Überblick.

Update vom 28. Oktober, 11.58 Uhr: Die Soforthilfe der Bundesregierung zur Entlastung von Gaskunden und Fernwärmekunden greift. Entgegen der Vorschläge einer Expertenkommission orientiert sich die Soforthilfe für Gaskunden im Dezember 2022 aber nicht am Verbrauch, sondern an den Abschlagszahlungen im Dezember.

Gasabschlag im Dezember: Haushalte wegen hoher Energiepreise entlasten

Erstmeldung: Hamm – Geht es nach einer Experten-Kommission, sollen die Haushalte in Deutschland in zwei Schritten von den hohen Energiepreisen entlastet werden. Stichwort: Gaspreisbremse. Noch in diesem Jahr ist eine Einmalzahlung geplant, in 2023 soll es dann einen Preisdeckel geben.

Wie die Sonderzahlung 2022 für Eigentümer:innen und Mieter:innen ablaufen soll und wie hoch der Abschlag sein wird, erfahren Sie hier im Überblick.

Gasabschlag im Dezember: Leute mit Ersparnissen erhalten weniger

Das Entlastungsverfahren im Kampf gegen die hohen Gaspreise wurde von einer Experten-Kommission vorgeschlagen. Bundeskanzler Olaf Scholz begrüßte die Idee. Das Bundeskabinett hat die milliardenschwere Einmalzahlung für Gaskunden am Mittwoch (2. November) beschlossen. Der entsprechende Gesetzentwurf zur „Soforthilfe“ geht nun in die parlamentarischen Beratungen. Der Bundestag soll laut Papier am 10. und 11. November zustimmen, der Bundesrat am 11. November - dafür sei eine Sondersitzung notwendig.

Vor allem rund um die Einmalzahlung kamen bei Gas-Kund:innen viele Fragen auf. Wie hoch wird der Abschlag sein, auf dessen Grundlage die Sonderzahlung berechnet wird? Wer erhält die Einmalzahlung - und wie? Einen Überblick gibt wa.de.

Ab dem 1. Juli fällt die EEG-Umlage. Bisher zahlen Verbraucher pro Kilowattstunde einen Zuschlag. (Symbolbild)
Ein Gaszähler hängt im Keller eines Einfamilienhauses. © Sina Schuldt/dpa

Gasabschlag im Dezember: Wie hoch soll Einmalzahlung im Dezember sein?

Konkret soll im Zuge der „Soforthilfe“ im Dezember für Verbraucher die Pflicht entfallen, die vertraglich vereinbarte Voraus- oder Abschlagszahlung zu leisten. Der Staat wird die Abschlagszahlungen von direkten Gaskund:innen im Dezember 2022 übernehmen. Dabei geht es allerdings nicht um die Kosten für den tatsächlichen Gasverbrauch in dem besagten Monat. Der Hintergedanke dabei: Verbraucher:innen sollen keinen Anreiz bekommen, die Heizung im Winter bewusst aufzudrehen, um höhere staatliche Hilfen zu bekommen.

Bis Anfang November sollen Verfahren und Regelungen für die Bestimmung der zu erstattenden Abschlagshöhe klar sein. Bis Mitte November sollen die Versorger die zu erstattende Abschlagssumme ermitteln. Bis zum 21. November sollen auf den Internetseiten der Erdgaslieferanten die Details der Dezember-Soforthilfe bekannt sein. Zum 1. Dezember sollen die Versorger vom Staat die Erstattung der Abschläge bekommen.

Die Einmalzahlung vom Staat soll sich auf den September-Abschlag beziehen. Die gezahlten Abschläge, die jeden Monat gleich hoch sind, bemessen sich am Vorjahresverbrauch. Dementsprechend können Gas-Kund:innen selbst nachschauen, wie hoch die Einmalzahlung sein wird. Auf dem Bankkonto oder im Portal des Gasanbieters lässt sich nachprüfen, wie hoch der Abschlag im September 2022 war.

Die Gaspreisbremse kommt: So funktioniert sie

Wer im September also einen niedrigen Abschlag gezahlt hat, erhält auch eine niedrigere Einmalzahlung als Kund:innen, die im September einen höheren Abschlag zahlen mussten. In der Regel bemisst sich die Höhe vom Abschlag und damit auch vom Verbrauch zwar vor allem an der Anzahl der Haushaltsmitglieder und der Wohnungsgröße. Aber der Abschlag fällt natürlich auch niedriger aus, wenn Haushalte besonders energiesparend leben, also weniger heizen oder kürzer duschen.

Nach Berechnungen des Vergleichsportals Verivox liegt die durchschnittliche Abschlagszahlung für ein Einfamilienhaus derzeit bei rund 342 Euro. Übernehme der Staat eine Rate, würden die jährlichen Kosten von 4108 Euro auf 3766 Euro sinken, was einer Entlastung von rund 8 Prozent entspreche.

Gasabschlags im Dezember: Wer erhält die Zahlung noch dieses Jahr

Laut Plan der Kommission sollen private Haushalte und kleine Firmen die Gasabschlags-Zahlung vom Staat erhalten. Bei Direkt-Kund:innen wird der Staat die Abschläge übernehmen, die Versorger sollen das Geld erstattet bekommen. Für Mietverhältnisse ist Folgendes geplant: Die Entlastung des Vermieters soll nach dem Papier an die Mieter mit der Betriebskostenabrechnung für 2022 weitergegeben werden. Mieter:innen, die seit dem Frühjahr 2022 bereits erhöhte Betriebskostenvorauszahlungen leisten, sollen im Dezember von der Pflicht zur Leistung des Erhöhungsbetrages befreit werden. (Hannah Decke)

Für Rentner:innen gibt es im Dezember noch einmal zusätzliches Geld - die Energiepauschale aus dem Entlastungspaket.

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