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Die CSU schneidet in Umfragen schlecht ab. Ex-CSU-Chef Theo Waigel wirft Umfrageexpertin Köcher vor,  das deutsche Parteiensystems nicht verstanden zu haben.
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Die CSU schneidet in Umfragen schlecht ab. Ex-CSU-Chef Theo Waigel wirft Umfrageexpertin Köcher vor, das deutsche Parteiensystems nicht verstanden zu haben.

Ex-Finanzminister Waigel lobt Währungsunion

"Deutschland ist Haupt-Profiteur des Euro"

Theo Waigel, früherer Bundesfinanzminister, sieht die Deutschen mit ihrem starken Wirtschaftswachstum als Gewinner der Währungsumstellung - das müsse den Deutschen nur besser erklärt werden.

Der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU) findet, dass den Deutschen die Vorteile des Euros nicht genügend klar sind. „Deutschland ist der Haupt-Profiteur des Euros - das muss den Deutschen besser erklärt werden“, schreibt er in einem Beitrag für das „vbw Unternehmermagazin“. Es sei kein Zufall, dass Deutschland ein starkes Wirtschaftswachstum habe, während das übrige Europa über anderthalb Prozent froh sei.

In den vergangenen Jahren sei Deutschland im Vorteil gewesen. „Erstens waren die Preissteigerungen in Deutschland geringer und die Lohnsteigerungen mäßiger als in den anderen europäischen Ländern. Zudem haben sich die deutschen Unternehmen reformiert und restrukturiert. Folge: Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft ist rapide gestiegen.“

Beflügelt worden sei das Wachstum, weil Deutschland von den wirtschaftlichen Unsicherheiten der Auf- und Abwertungen, wie noch in D-Mark-Zeiten, nicht mehr belastet worden sei. Da rund 70 Prozent der deutschen Exporte in die EU-Länder erfolgten, „ist das eine Hausnummer“, schreibt Waigel. „Es ist den Deutschen bis heute nicht klar genug, welchen immensen wirtschaftlichen Vorteil uns der Euro gebracht hat.“

"Die anderen müssen besser werden"

„Völlig klar“ sei aber, dass ein Auseinanderfallen des Euros niemandem nützen würde, „am allerwenigsten uns Deutschen“. Das seien „abenteuerliche Gedankenspiele“, sagte Waigel. „Europas Wohlfahrt darf nicht dem Populismus geopfert werden.“

Waigel fügte hinzu: „Unsere in den vergangenen Jahren hart erarbeiteten Wettbewerbsvorteile sind nichts, was wir uns heute von unseren Nachbarn nachteilig anrechnen lassen müssten. Es ist ein absurder Gedanke, Wettbewerbsvorteile einebnen zu wollen, indem wir künftig schlechter wirtschaften als bisher - die anderen müssen sich anstrengen und besser werden."

Notwendig sei auch, dass die Regierungen der Länder wie Griechenland endlich ihrer Bevölkerung erklärten, „was bei ihnen schiefgelaufen ist und warum sie selbst es sind, die sich ändern müssen. Dass es nicht die EU ist, die ihnen schadet, sondern dass ihre eigene Politik den Schaden angerichtet hat, der jetzt von uns allen gemeinsam wieder behoben wird“. (dapd)

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