1. Startseite
  2. Wirtschaft

Rentenversicherung: Wichtige Informationen zur Altersvorsorge

Erstellt:

Von: Marie Ries

Kommentare

Bei der Rentenversicherung gibt es einiges zu beachten. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu Leistungen, Rentenversicherungsnummer und Rentenrechner.

Berlin – Die Rentenversicherung hat Tradition in Deutschland: Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Rente mit staatlichem Zuschuss hier eingeführt. Heute gibt es 14 regionale und zwei bundesweite Anbieter der gesetzlichen Rentenversicherung. Sie alle zählen zur Deutschen Rentenversicherung, die insgesamt etwa 56,7 Millionen Bürger:innen versichert. Zudem gibt es eine Vielzahl an Anbietern von privater Altersvorsorge.

NameDeutsche Rentenversicherung
Trägerzahl16
Mitarbeitendeetwa 59.500 (2020)
Versicherteetwa 56,7 Millionen (2019)
Präsidentin (Bund)Gundula Roßbach

Rentenrechner gibt Auskunft über erwartete Leistungen

Für die Mehrheit der Menschen in Deutschland ist die gesetzliche Rentenversicherung die größte Einnahmequelle im Alter. Die eigentliche Höhe der Rente, die von der Deutschen Rentenversicherung ausgezahlt wird, hängt jedoch stark von den eingezahlten Beträgen ab. Der aktuelle Beitragssatz beträgt 18,6 Prozent laut Webseite der Deutschen Rentenversicherung und liegt somit höher als die Beitragssätze von Kranken- und Arbeitslosenversicherung.

Ein Rentenrechner auf der gleichen Webseite kann Versicherten Auskunft darüber geben, welche Leistungen sie im Alter erwarten können. Zur Berechnung wird unter anderem das Geburtsdatum und das Renteneintrittsalter benötigt. Auch Daten der letzten Renteninformation, einem Schreiben, welches die Deutsche Rentenversicherung an Versicherte über 27 verschickt, müssen angegeben werden.

Finanzierung der Rente in Deutschland: 3-Säulen-Modell

Bürgerinnen und Bürger müssen sich jedoch nicht nur auf die gesetzliche Versicherung verlassen. Die Altersvorsorge in Deutschland fußt auf einem sogenannten 3-Säulen-Modell. Dabei tragen die öffentlich-rechtlichen Pflichtsysteme, also die gesetzlichen Träger, als erste Säule die Hauptlast.

Die Deutschen Rentenversicherung.
Bei der Deutschen Rentenversicherung sind etwa 56,7 Millionen Menschen versichert. © Joko/Imago

Bei der zweiten Säule handelt es sich um die betriebliche Altersvorsorge. Diese hat eine stützende Funktion im Rentensystem. Arbeitnehmer:innen können hier zum Beispiel Teile ihres Bruttogehalts in eine Rentenversicherung einzahlen. Es gibt Möglichkeiten über Direktversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds.

Bei der dritten Säule handelt es sich um die private Altersvorsorge. Durch staatlich bezuschusste Programme wie der Riester-Rente oder andere private Versicherungen können Bürger:innen hier selbst für eine Aufbesserung ihrer Rente sorgen. Aber auch Immobilien oder Aktienanlagen stellen Formen der privaten Vorsorge dar.

Erfragen der Rentenversicherungsnummer

Zur Identifikation von Rentenversicherten dient die Rentenversicherungsnummer. Dabei handelt es sich um ein Kennzeichen aus einem Buchstaben und elf Ziffern. Arbeitnehmer:innen können in die Nummer in ihrem Sozialversicherungsausweis finden. Dieser wird beim Beginn der ersten Arbeitsstelle ausgestellt.

Auch bei der Krankenkasse lässt sich die Rentenversicherungsnummer erfragen oder bei Verlust des Sozialversicherungsausweises auch ein neuer beantragen. Zu beachten ist jedoch, dass die gesetzliche Krankenversicherungsnummer sich von der Rentenversicherungsnummer unterscheidet.

Renteneintrittsalter: Stimmen Sie ab!

Versteuerung der Rente

Viele Menschen denken, dass Renten steuerfrei seien. Dies stimmt jedoch nicht: Es gibt auch eine Versteuerung der Rente. Wie hoch der zu entrichtende Betrag ist, hängt vom Zeitpunkt des Renteneintritts ab. Wie auf der Webseite der Deutschen Rentenversicherung zu lesen ist, wurden bei Renten, die im Jahr 2005 begannen, „50 Prozent der Bruttorente als steuerpflichtiges Einkommen angesetzt“.

Für jedes Jahr danach wurde die Höhe des steuerpflichtigen Anteils der Bruttorente jeweils um zwei Prozentpunkte erhöht. Bei einer Rente, die im Jahre 2023 beginnt, müssen also 86 Prozent der Leistungen versteuert werden. Ab 2040 sollen neu begonnene Renten dann grundsätzlich voll versteuert werden. An anderer Stelle sinken die Steuern jedoch: Bürger:innen müssen weniger Steuern auf Zahlungen für die eigene Altersvorsorge entrichten. (Marie Ries)

Auch interessant

Kommentare