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Brieftransport

Deutsche Post ist zu langsam

Die Deutsche Post trägt Briefe einer Stichprobe zufolge langsamer aus als zugesichert. Das Unternehmen ist bestürzt und sagt, ihre Untersuchungen zeigten eine völlig andere Lage.

Frankfurt/Essen. Die Deutsche Post trägt Briefe einer Stichprobe zufolge langsamer aus als zugesichert. Von Briefen, die am Montag oder Dienstag eingeworfen wurden, erreichten nur 86 Prozent den Adressaten am Folgetag, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Berufung auf einen selbst vorgenommenen Test.

Die Post verspricht, dass 95 Prozent der Briefe am nächsten Werktag im Briefkasten liegen. Deutlich schlechter noch sah es dem Test der Zeitung zufolge bei Briefen aus, die am Samstag eingeworfen wurden.

Von 33 Briefen kamen hier nur drei bereits am Montag an. Bei dem Test versendete die "FAS" jeweils 33 Briefe am Samstag, Montag und Dienstag. Gesetzlich müssen 80 Prozent der Briefe nach einem Werktag, 95 Prozent der Briefe nach zwei Werktagen zugestellt werden. Die Zahlen gelten aber im gesamten Jahresdurchschnitt.

Die Post hat im Juli und August im Rahmen eines Sparprogramms die Sortierung von überregionalen Briefen am Sonntag deutlich zurückgefahren. Der Konzern räumte bereits ein, dass am Montag weniger Briefe ankamen als gewöhnlich. Ab September will das Unternehmen die Auswirkungen untersuchen und in den folgenden Wochen entscheiden, ob das Spar-System weiter angewandt werden soll.

Ein Post-Sprecher sagte der Zeitung, er sei "bestürzt" über das Ergebnis der Zeitungs-Stichprobe. Die Untersuchungen im Auftrag der Post zeigten eine völlig andere Lage. "Wir konnten nicht feststellen, dass in den Sommermonaten Sendungen stecken geblieben sind", sagte der Sprecher dem Blatt.

Die Deutsche Post stellte unterdessen die vereinbarte Lohnerhöhung für ihre Beschäftigten im Dezember um drei Prozent in Frage. Angesichts der "härter gewordenen Bedingungen" für den Briefbereich sei es sinnvoll, die geplante Lohnerhöhung zu verschieben, sagte Post-Vorstandsmitglied Uwe Brinks der WAZ-Gruppe.

Seit der Tarifeinigung habe sich die Lage "dramatisch verändert". "Wir hoffen auf die Gesprächsbereitschaft der Arbeitnehmerseite." Sollte beim Thema Lohn keine Lösung gefunden werden, müsse der Rotstift "an anderer Stelle" angesetzt werden, sagte Brinks.

Als Beispiele nannte er eine längere Wochenarbeitszeit oder eine veränderte Entlohnung neu eingestellter Mitarbeiter. Bei der Tarifeinigung Ende April 2008 war vereinbart worden, dass die Löhne und Gehälter der rund 130.000 Beschäftigten im Dezember um drei Prozent steigen sollen. (afp)

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