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Banken-Metropole Frankfurt.

Stresstest

Deutsche Banken schneiden schlecht ab

Die Bundesbank ist sicher: Das mittelmäßige Abschneiden der deutschen Institute beim Stresstest ist für Sparer kein Grund zur Besorgnis.

Das mittelmäßige Abschneiden der deutschen Banken beim jüngsten Stresstest ist für die Kunden laut Bundesbank kein Grund zur Sorge. Die Institute hätten „ausreichend Puffer an Eigenkapital“, sagte der für die Bankenaufsicht verantwortliche Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Deutsche Bank und Commerzbank betonten, seit dem vorangegangenen Stresstest habe sich die Lage der Geldinstitute deutlich verbessert.

Die Deutsche Bank, mehrere deutsche Landesbanken sowie britische Institute hatten bei dem Stresstest der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) am schlechtesten abgeschnitten. Die EBA hatte analysiert, wie belastbar 48 Großbanken aus 15 EU-Ländern sowie Norwegen sind. Insgesamt seien Europas Banken besser gegen finanzielle Belastungen gerüstet als zur Zeit der Finanzkrise 2008, so die EBA.

Wuermeling sagte, selbst der in dem Test angenommene schwere Rückschlag für die Weltwirtschaft „würde keine neue Finanzkrise auslösen“. Die deutschen Banken stünden deutlich besser da als noch beim letzten Stresstest vor zwei Jahren, obwohl das Krisenszenario für Deutschland härter ausgefallen sei. „Mich beruhigen die Zahlen – trotz fortbestehenden Handlungsbedarfs – daher eher, so Wuermeling. (afp)

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